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Traben-Trarbach: Mehrkosten für Grundschulsanierung

Traben-Trarbach : Mehrkosten für Grundschulsanierung

In Kinderbeuern muss eine Etage der Grundschule wegen Schimmelbildung saniert werden. Das wird deutlich teurer als ursprünglich vermutet.

Die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach muss viel Geld und Arbeit in die Sanierung ihrer Grundschulen stecken. „Wir haben Sanierungsstau“, sagt Marcus Heintel, Bürgermeister der VG, in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Die Mitglieder des Gremiums haben sich mit der Grundschule in Kinderbeuern befasst. Denn dort hat eindringendes Grundwasser in den tiefer liegenden Räumen Schimmelbildung verursacht, erläutert Frank Thullen von der Traben-Trarbacher Verwaltung. Deshalb habe der VG-Rat 2019 beschlossen, die Sanierung der betroffenen Unterrichtsräume in Angriff zu nehmen. Betroffen sind insgesamt sechs Räume, darunter Fachräume für den Schulbetrieb wie der Werkraum der Schule und ein sogenannter Raum der Stille, aber auch Nebenräume, die der Hausmeister nutzt.

In einem ersten Schritt ist das Gebäude für eine Summe von 120 000 Euro, die zu 80 Prozent bezuschusst wird, von außen trockengelegt worden.

Um die betroffenen Räume wieder in Schuss zu bringen, hat die VG 270 000 Euro im Haushalt eingeplant. Doch habe sich beim Rück­bau der Räume in den Rohbauzustand gezeigt, dass zusätzliche Arbeiten notwendig sind, die weitere 200 000 Euro verschlingen.

„Die Technik ist aus den 1960er Jahren“, sagt Thullen. Dass diese ebenfalls erneuert werden muss, habe man erst während des Rückbaus feststellen können. Zahlreiche Leitungen könnten nicht mehr betrieben werden.

Bitter für die Finanzen der VG: Abgesehen vom Zuschuss für die Trockenlegung der betroffenen Etage muss die Kommune die Kosten für den Neuausbau der Räume ohne Fördermittel stemmen, sagt Heintel. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sind den Vorschlägen der Verwaltung gefolgt und empfehlen dem VG-Rat für dessen nächste Sitzung, den Sanierungsarbeiten mit den Mehrkosten zuzustimmen. Wenn der VG-Rat dem folgt, könne man mit der Ausschreibung beginnen und nach Absprache mit den entsprechenden Baufirmen einen Großteil der Arbeiten in die Schulferien legen, sagt Thullen.

Anregungen aus dem Ausschuss, doch auch den Schulhof in Angriff zu nehmen, erteilt der Bürgermeister eine Absage.

Es sei erforderlich, Schritt für Schritt vorzugehen. „Wir haben Prioritäten gesetzt und machen das Allerwichtigste zuerst“, sagt Heintel. Für weitere Arbeiten müsse man schauen, ob es dafür Fördermittel gibt.