Mehrzweckhalle rückt näher

Im Longkamper Haushalt künden sich zwei Großprojekte an, wie Planungskosten für die Mehrzweckhallen-Erweiterung und die Erschließung des Neubaugebietes "Altheck" erkennen lassen.

Longkamp. (urs) Größere Beträge sind im Haushalt der Gemeinde Longkamp nicht zu entdecken. 10 000 Euro für Planungskosten "Mehrzweckhalle" machen aber deutlich, dass es bald ernst wird mit der seit Jahren geplanten Erweiterung der Gemeindehalle (der TV berichtete). Ende 2008 hat sich der Gemeinderat für einen mit 460 000 Euro kalkulierten Anbau an der verglasten Längsseite des Gebäudes entschieden. 135 Quadratmeter werden so dazu gewonnen. Außerdem soll die 25 Jahre alte Ölheizung durch eine Hackschnitzelversorgung ersetzt werden.

Was 2009 kräftig zu Buche schlägt, ist das Neubaugebiet "Altheck". Für den Kauf von Grundstücken stehen im Haushalt 75 000 Euro bereit, für die Erschließungs-Planung 10 000 Euro. Daneben investiert die Gemeinde 32 000 Euro in die An dreasstraße. Die darin enthaltenen 24 000 Euro Baukosten sehen auch das Verlegen von DSL-Kabel für eine schnelle Internet-Versorgung vor. Mit den restlichen 8000 Euro wird die Straßenbeleuchtung erweitert und erneuert. Weitere 5000 Euro werden Abflussrohre für die Parkanlage Schulstraße und neue Spielgeräte 2000 Euro kosten.

Zur Finanzierung der Investitionen von 136 400 Euro wird ein Kredit von voraussichtlich 68 300 Euro benötigt. Entsprechend erhöhen werden sich die Schulden von rund 110 000 Euro (Ende 2008). Allerdings liegt die damalige Pro-Kopf-Verschuldung der Bürger (92,19 Euro) um 293 Euro unter dem Landesschnitt.

Positiv stellt sich der Ergebnishaushalt mit den Pflichtaufgaben dar. Bei 908 780 Euro Aufwendungen und 914 400 Euro Erträgen bleiben 5620 Euro Überschuss. Für die Bürger werden sich weder Gebühren noch Steuerhebesätze erhöhen.

Ortsbürgermeister Franz-Josef Klingels freut sich zudem, dass das Thema B 50-Gehwege vom Tisch ist. Mit der Baufirma sei ein Vergleich geschlossen worden, der den Austausch der defekten Steine bis Ende Juli vorsehe.

Für die Zukunft des Ortes bedeutsam sei die seit dem 19. Mai stehende DSL-Versorgung. Dass Longkamp sich seit 2002 mit einer Funklösung beholfen hatte, wirkt sich nun laut Klingels negativ aus: "Weil wir die Grundversorgung hatten, bekommen wir keinen Zuschuss." Dabei sei die Funklösung relativ teuer gewesen und auch von der Kapazität nicht vergleichbar mit einer Telekom-Erdleitung.

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