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„Meine Hilfe zählt“ – Longkamper Mali-Hilfe baut Brunnen in Westafrika

Spendenaktion : Damit die Menschen im Dorf Wasser haben

„Meine Hilfe zählt“: Der Verein Mali-Hilfe bittet um Spenden, damit er im westafrikanischen Sansandy einen Brunnen bohren kann.

Rund 2,2 Milliarden Menschen weltweit haben keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser. Betroffen sind, wie das Kinderhilfswerk Unicef im März zum Weltwassertag informiert hatte, vor allem Familien in den ärmeren Regionen der Welt – und dort besonders in den ländlichen Gebieten. Dabei ist der Zugang zu Wasser ein Menschen­recht.

Wer Tag für Tag den Wasserhahn zum Kochen, Duschen oder Händewaschen aufdreht, vergisst leicht, dass viele Menschen unter einem Mangel an sauberem Trinkwasser leiden. So wie die Familien in Sansandy. Das Dorf im afrikanischen Mali zählt zurzeit über 1000 Einwohner – ein Ort fast so groß wie Riol in der Verbandsgemeinde Schweich, Üxheim bei Gerolstein oder Monzelfeld an der Mosel. „Und es gibt in Sansandy nur einen alten Brunnen mit unsauberem Wasser“, sagt Peter Brucker aus Longkamp im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Er ist der erste Vorsitzende des Vereins Mali Hilfe (siehe Extra). Um an notwendiges Trinkwasser zu kommen, müssten die Menschen täglich mit Kübeln und Eselskarren fünf Kilometer gehen, hin und zurück, berichtet er. Insbesondere Kinder litten unter starken Magen-Darm-Problemen und Typhus. „Jährlich sterben Menschen an den Folgen des schmutzigen Wassers“, sagt Brucker.

 Einen Brunnen im Ort Kobiri hat die Mali-­Hilfe gebaut und kurz vor  der Corona-Pandemie ein­geweiht.
Einen Brunnen im Ort Kobiri hat die Mali-­Hilfe gebaut und kurz vor der Corona-Pandemie ein­geweiht. Foto: Mali-Hilfe e.V.

Der Verein arbeitet an einer dringend notwendigen Lösung, die so einfach klingt: „Mit einem neuen Brunnen sollen die Menschen des Dorfes endlich sauberes Trinkwasser und damit auch eine Chance auf mehr Gesundheit erhalten“, erläutert der Vereins-Chef. Die Kosten: 8410 Euro – so viel wie ein sehr günstiger Kleinwagen in Deutschland neu kosten würde.

Brucker hat das Projekt „Wasser ist Leben“ – Trinkwasser für das malische Dorf Sansandy/Kobiri“ auf „Meine Hilfe zählt“ eingestellt, der Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds. Er hofft auf die finanzielle Unterstützung der TV-Leserinnen und -Leser. Die Umsetzung des Projekts wird der Verein Mali-Hilfe in Zusammenarbeit mit einem Partner vor Ort übernehmen. Einen Teil der Kosten – 15 Prozent – bringt das Dorf mit ein.

 Der alte Brunnen des Dorfs Sansandy in Mali liefert nur schmutziges Wasser, das die Gesundheit der Einwohner gefährdet. Rund 8400 Euro betragen die Kosten für einen neuen.
Der alte Brunnen des Dorfs Sansandy in Mali liefert nur schmutziges Wasser, das die Gesundheit der Einwohner gefährdet. Rund 8400 Euro betragen die Kosten für einen neuen. Foto: Mali-Hilfe e.V.
„Meine Hilfe zählt“ – Longkamper Mali-Hilfe baut Brunnen in Westafrika

Sehr glimpflich ist Mali laut Brucker bislang durch die Corona-Pandemie gekommen (der TV berichtete). Er glaubt, dass dies damit zusammenhängt, dass die Menschen Pan­demien und das Ein­halten entsprechender Ver­haltens­regeln gewohnt seien, etwa durch das Ebolafieber. Zudem lebe die Landbevölkerung sehr unter sich, habe kaum Kontakte nach außen. Schwierig sei die von Unruhen geprägte politische Situation, die der aktuellen Rundbrief des Vereins ausführlich beschreibt. Doch trotz allem wird die Mali-Hilfe ihre Projekte realisieren, um den Menschen zu ihrem Menschenrecht auf Wasser zu verhelfen. Auch in Sansandy. TV-Leserinnen und -Leser können unter der Nummer 81042 spenden und mithelfen, dass die Familien in dem Dorf Wasser bekommen.