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Meinung: Die Grundstücksvergabe nach Punktesystem in Wintrich ist unverzichtbar

Kommentar : Bonus für Ehrenamtler: Der richtige Ansatz – Wintrich geht bei der Vergabe von Bauplätzen richtig vor

Deshalb ist es richtig, Baugrundstücke künftig nur noch nach einem Punktesystem zu vergeben, meint unsere Redakteurin Petra Willems.

Leben auf dem Land – ein Leben, das immer mehr Menschen, vor allem Familien, leben wollen. Einige aus Kostengründen, andere aus Verbundenheit zu ihrer Heimat oder um der schnelllebigen und oft anonymen Stadt zu entfliehen.

Damit dieses Leben auf dem Land aber eben nicht so anonym wird wie häufig in einer Stadt und damit die Dörfer nicht zu reinen Schlafstätten verkommen, braucht es das soziale Leben und das Miteinander. Und das findet man nun mal überwiegend in Vereinen oder anderen Zusammenschlüssen wie einer freiwilligen Feuerwehr, die allein durch ehrenamtliches Engagement getragen werden.

Deshalb ist es auch wichtig und richtig, dass Gemeinden einen Punktekatalog entwerfen, nachdem sie die freien Baugrundstücke in ihrem Ort vergeben. Man muss bedenken: Vor der endgültigen Erstellung eines solchen Katalogs steht in der Regel ein langer Entstehungsprozess, denn anhand der darin festgelegten Kriterien darf zu Beispiel niemand benachteiligt, diskriminiert oder gar bereits im Vorhinein völlig ausgeschlossen werden. Ein solcher Katalog soll lediglich die Interessen der Gemeinden widerspigeln.

Wintrich ist mit einem solchen Katalog kein Einzelfall, vielmehr ist das die Regel in den Dörfern – nicht nur an der Mosel, nicht nur in der Region, nicht nur in Rheinland-Pfalz. Und das ist richtig so. Denn was nützt einer kleinen Gemeinde ein großes Wachstum, wenn es kein Miteinander und damit kein Dorfleben mehr gibt? Nichts!

 Willems Petra
Willems Petra Foto: TV/Schramm, Johannes

p.willems@volksfreund.de