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Meisen gegen Eichenprozessionsspinner EPS in Wittlich

Umwelt : Meisen sollen Giftraupen fressen

(red) Der Eichenprozessionsspinner (EPS), dessen Raupe giftige Brennhaare aufweist, beschäftigt die Kommunen in der Eifel, an der Mosel und im Hunsrück nun schon seit Jahren. Raupennester des Schmetterlings werden abgesaugt oder abgefackelt.

Der Forstbetrieb der Stadt Wittlich setzt nun auf eine neue Methode: Innerhalb der Stadt und den Ortsteilen, ganz gezielt dort wo es Eichen mit EPS-Vorkommen gibt wie im Stadtpark, wurden 130 selbstgebaute Nistkästen für Höhlenbrüter aufgehangen. Durch die Ansiedlung von Meisen, insbesondere der Kohlmeise, erhofft man sich Unterstützung im Kampf gegen die gefährlichen Raupen. In anderen Bereichen Deutschlands wurde beobachtet, dass sich Kohlmeisen auf die Raupen des EPS spezialisiert haben. Im Mai ziehen die Kohlmeisen ihre Jungvögel groß, dann ist der Nahrungsbedarf an Raupen sehr groß. Besonders die nähere Umgebung der Bruthöhle wird sehr intensiv nach verfügbarer Nahrung abgesucht. Da die Nistkästen an Eichen angebracht wurden, helfen die Meisen auch schon frühe Stadien des EPS  zu reduzieren.