Meistermann würde sich freuen

WITTLICH. (peg) Sie sind zurückgekehrt an ihren angestammten Platz im Chorraum der St. Markuskirche: Schöner als je zuvor scheint die Morgensonne durch die farbenfrohen Fenster von Georg Meistermann.

Zahlreich sind jene, die sich dieser Tage in die von Baugerüsten fast verdeckte Markuskirche verirren. Von außen haben diese Passanten gesehen, dass die Meistermann-Fenster zurück sind aus der Werkstatt in Paderborn, wo sie für die Zukunft aufgerüstet wurden. Eine iso-thermale Schutzverglasung hatten sie erhalten, um eine neuerliche Schwitzwasserverbildung nachhaltig zu verhindern. Die nämlich hatte in den vergangenen fünfeinhalb Jahrzehnten für Pilz- und Bakterienbefall gesorgt, die über kurz oder lang die Kunst Georg Meistermanns zerstört hätte. Jetzt sind die Kirchenfenster komplett restauriert. Schon Mitte der Woche hätten die Gerüste im Inneren des Chorraums entfernt werden sollen, doch wie immer am Bau will gut Ding Weile haben. Derzeit entfernen die Arbeiter noch die Obergardenfenster: Sie werden durch neue ersetzt, die in ihrer Farbgebung den Stil Meistermanns an den Fenstern, der der Markuskirche seinen Stempel aufgedrückt hat, wieder aufgreifen und unterstützen. Der Farbverlauf wird von vorne nach hinten immer heller werden. Auch die neuen Fenster sind schon fertig, unten im Kirchenraum warten sie auf ihre Montage. Doch Vorsicht: Aus Sicherheitsgründen sollten sich Kunstbegeisterte und Gläubige noch ein wenig zurückhalten und die Kirche erst betreten, wenn sämtliche Arbeiten beendet und alle Baugerüste wieder entfernt sind. Zum Pfarrfest am ersten Wochenende im September soll es soweit sein. Falls alles nach Plan läuft, hat dann die Zeit der behelfsmäßigen Gottesdienste im Markushaus ein Ende.

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