"Mensch Luther"

Im Rahmen einer Unterrichtsreihe zur Reformation und ihrer Einführung vor 450 Jahren führte das Zeitzer Schauspiel-Ensemble Kolorit im Nikolaus-von-Kues-Gymnasium das Stück "Mensch Luther" auf. Darin wird das Leben und Werk Martin Luthers szenisch, musikalisch und tänzerisch dargestellt.

Bernkastel-Kues. (red). Auf der Bühne im Atrium des Gymnasiums stehen zwei Stühle und ein Tisch mit Tintenfass und Schreibfeder. Ein Mann im schwarzen Talar und mit schwarzer Mütze schreibt angeregt seine Gedanken in ein Buch nieder: Martin Luther. Im selben Moment tritt eine junge Frau in einem samtgrünen Kleid auf die Bühne: Katharina von Bora. Ideen des Reformators werden wieder lebendig

Beide sind die Hauptfiguren des Schauspiels "Mensch Luther", das das Ensemble Kolorit aus Zeitz im Bernkastel-Kueser Nikolaus-von-Kues-Gymnasium aufführt. Ort des Schauspiels ist die Lutherstube in Wittenberg, in der Martin Luther mehrere seiner Zeitgenossen und Freunde empfängt. In fiktiven Gesprächen, die mit Originaltexten und Originalzitaten Luthers durchsetzt sind, werden für die Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgangsstufe, für die das Schauspiel den Abschluss einer Unterrichtsreihe zur Reformation bildet, die sozial- und kirchenreformatorischen Ideen und Werke Luthers wieder lebendig. Die Jugendlichen erleben, wie Katharina von Bora von ihrer Flucht aus dem Nonnenkloster, ihrer Hochzeit mit Martin Luther und dem Tod ihrer Kinder erzählt. Mit Philipp Melanchthon unterhält sich Luther über seine Zeit als Junker Jörg auf der Wartburg und über die Übersetzung der Bibel ins Deutsche, während er mit Lucas Cranach über den Anschlag der 95 Thesen, den Reichstag zu Worms und über den Römischen Bann debattiert. Abwechslungsreiche Variante von Unterricht

Alle wichtigen Lebensstationen Luthers werden in dem Programm, das von den drei Schauspielern Rotraud Denecke, Bernd Koch, Matthias Bega und dem Pianisten Thomas Volk als musikalischem Leiter aufgeführt wird, in aufgelockerter Weise gestreift. Die Schülerinnen und Schüler loben am Ende des Schauspiels diese abwechslungsreiche Variante von Unterricht deshalb auch mit viel Beifall. Organisiert wurde die Aufführung von Religionslehrerin Petra Baltes.