Menschen begleiten Kranke, Sterbende und Angehörige

Wittlich · Die Hospizinitiative Wittlich hat weitere ehrenamtliche Helfer gefunden und ausgebildet, die sie in der Arbeit unterstützen. Der Gottesdienst wurde gemeinsam gestaltet.

Wittlich. "Sterbende begleiten lernen", so lautet das Konzept der Hospizinitiative Wittlich, die zwei Männer und zehn Frauen zu ehrenamtlichen Hospizhelfern in ihrem Dienst beauftragt hat. 89 Unterrichtsstunden sowie eine dreimonatige Praktikumsphase in Pflegeeinrichtungen und im ambulanten Bereich umfasste das Seminar des Malteser Referenten Oswald Junk und der Pastoralreferentin des Verbundkrankenhauses Bernkastel/Wittlich, Monika Hartmann.
Spiritueller Geist


In einer ökumenischen Sendungsfeier in der Christuskirche in Wittlich wurden die Frauen und Männer vom stellvertretenden Dechanten, Pfarrer Johannes Jaax, und dem evangelischen Pfarrer Rudolf Groß zu ihrer neuen Aufgabe entsandt. "Es ist die Aufgabe von Hospizhelfern, zu handeln, um Kranke, Sterbende und Trauernde zu Christus zu tragen", sagte Jaax. Die Helfer gestalteten den Gottesdienst sowohl textlich als auch musikalisch zusammen mit dem Leitungsteam.
Dabei wurde der spirituelle Geist der Gruppe spürbar, der sich wie ein roter Faden durch den ganzen Kurs zog. Ein wesentlicher Bestandteil der Hospizarbeit sind die Ehrenamtlichen, die die Begleitung und Unterstützung von Hauptamtlichen brauchen. Die Hospizfachkraft Maria Groß berät sie.
Es sei wichtig, in der heutigen Zeit das christliche Menschenbild in die Gesellschaft hineinzutragen, hieß es in den Grußworten von Landrat Gregor Eibes und Stadtbürgermeister Joachim Rodenkirch. Die Hospizarbeit sei dazu Signal und Licht zugleich, sich der Sterbenden und Trauernden anzunehmen.
Die Kollekte für die Hospizinitiative erbrachte den Betrag von 241 Euro.
Die neuen Hospizhelfer: Gudrun Christmann, Andrea Ehses, Inge Hartmann, Simone Maas (alle Wittlich), Ellen Fischer (Burg/Mosel), Martina Gorges (Bergweiler), Thomas Künzel (Platten), Regina Maas (Monzelfeld), Sibylle Morguet (Burgen), Stefanie Simon (Bernkastel-Ku es), Michael Theisen (Bruch), Birgit Wolfrath (Schladt).
Kontaktadresse: Maria Groß, Kasernenstraße 37, Telefon 06571/146580, E-Mail: gross.maria@sst.caritas-wittlich.de red
Extra

Die Hospizinitiative Wittlich steht unter der Trägerschaft von fünf christlich geprägten Organisationen: dem Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück, dem Dekanat Wittlich, der Evangelischen Kirchengemeinde Wittlich, der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier, Fachstelle Trier, und dem Malteser Hilfsdienst, Diözese Trier. Gründung der Hospizinitiative: 8. Juni 1998. Befähigungskurse: fünf. Seit Mai 2006 gibt es das Lebenscafé für Trauernde. Der ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst beziehungsweise die Caritas beschäftigt seit dem 1. April 2010 eine Hospiz- und Palliativfachkraft. 2011 wurden 61 Patienten von der Hospizfachkraft beraten und begleitet. 33 Patienten wurden in 500 Stunden von 17 ehrenamtlichen Hospizhelfern begleitet. Acht Ehrenamtliche haben 16 Angehörige in 72 Einzelgesprächen in ihrer Trauer begleitet. 37 Gäste haben am monatlichen Treffen des Lebenscafés für Trauernde teilgenommen. Zahl der zur Zeit aktiven Hospizhelfer: 40. red

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