Glaube im Alltag : Menschen, die zum Engel werden

Sind Sie schon einmal einem Engel begegnet? Davon bin ich überzeugt. In der noch immer andauernden Weihnachtszeit begegnen wir diesen himmlischen Wesen in Adventsfenstern, in der Straßenbeleuchtung, in Plätzchenform, auf Tischdecken und Servietten oder in dekorativen Figuren und nicht zuletzt in den Krippen auf Schritt und Tritt.

Warum machen Menschen Engel auf diese Weise sichtbar? Möglicherweise hilft uns da die Bedeutung des Wortes. Übersetzt aus dem Lateinischen „angelus“ ist ein Engel ein Bote, genauer gesagt ein Bote, der uns Menschen den Willen Gottes verkündet. Da tut sich die Frage auf, was der Wille Gottes ist und warum Gott will, dass wir seinen Willen kennen. Nun ja, wir sind ein Teil von Gottes Schöpfung und somit von Gott gewollt. Gott hat für uns Menschen eine besondere Stellung innerhalb seiner Schöpfung vorgesehen und hat sie uns zum Geschenk gemacht. Doch damit nicht genug, er hat uns auch seinen Sohn geschenkt, der uns in einer ganz klaren Botschaft den Willen Gottes mitgeteilt hat: Liebt einander! Oder anders ausgedrückt: Nächstenliebe! Und jedes Mal, wenn wir einem anderen begegnen oder mit ihm Kontakt aufnehmen, haben wir die Möglichkeit, selbst ein Engel zu sein. Wir verkünden alleine dadurch den Willen Gottes, dass wir da sind und mit anderen wertschätzend und würdevoll umgehen. Und wenn wir jemandem begegnen, der mit uns so umgeht, dann sind wir ganz eindeutig einem Engel begegnet.

Solche Engel können uns ihre Botschaft auch in Plätzchen-, Tischdecken- und Serviettenform zukommen lassen oder immer dann, wenn wir einfach nur eine Engelfigur betrachten, die jemand anderes aufgestellt hat. So wünsche ich Ihnen in Anlehnung an meinen Adventskalender aus dem Verlag „Andere Zeiten“ in diesem Jahr Menschen, die zum Engel werden, die Sie begleiten durch frohe und schwere Zeiten. Denn jede Begegnung mit ihnen ist ein Zeichen dafür, dass wir Gott im Rücken haben.