Menschen im Verein

Jürgen Eltges hatte 1986 die Idee, die Böllerschützen Wittlich-Neuerburg zu gründen, denn das Böllerschießen hat im Ort eine lange Tradition. Der Ursprung geht auf den Kriegerverein von 1895 zurück.

"Seit dieser Zeit wurde in Neuerburg schon geböllert, vorwiegend an Kaisers Geburtstag, bei Schützenfesten und Jubiläen", erklärt Eltges. Gesagt, getan, der Verein wurde gegründet, Jürgen Eltges war die ersten zehn Jahre der erste Vorsitzende und der erste große Auftritt war bei der Eröffnung der Säubrennerkirmes 1987. "Mit 14 Mann waren wir damals und vor dem ersten Auftritt sehr nervös, denn es standen Hunderte Menschen vor St. Markus und es wird ja alles auf Kommando geschossen. Das ist nicht ohne", so Eltges, der auch eine Chronik zu den Böllerschützen zusammengestellt hat. Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Anschaffung der 4,5 Tonnen schweren Böllerkanone, in die bis zu einem Pfund Schwarzpulver bei einem Schuss verbraucht werden, und die nach Plänen von Eltges bei der Firma Clemens gebaut worden ist. Durch die Böllerschützen hat Jürgen Eltges auch einige interessante Menschen kennengelernt. Den Bergsteiger Reinhold Messner beispielsweise, der bei einem Vortrag in Kröv zu Gast war. "Der Herr Messner war ganz begeistert von uns, hat sich mit uns fotografieren lassen, hatte viele Fragen, das war ein tolles Erlebnis." Interessante Dinge hat der gelernte Drucker mit den Schützen auch beim Weihnachtsbaumverkauf, den die Böllerschützen viele Jahre organisiert haben, erlebt. "Einige unserer Mitglieder haben sich damals zu echten Verkaufskanonen entwickelt", sagt er augenzwinkernd. Wichtig ist Jürgen Eltges, dass sich der Verein auch immer sozial engagiert und gespendet hat. Beispielsweise an die Kinderkrebssation im Mutterhaus Trier, an SOS Kinderdörfer oder Pfarrer Kreuz in Trier, der zur Gründungszeit des Vereins in Neuerburg war und der den Verein sehr unterstützt hat. chb