MENSCHEN IM VEREIN

Andreas Polesz sagt über sich selbst, dass er ein engagierter Fan der Handballspielgemeinschaft Wittlich ist. Damit hat er recht, aber vielleicht ist er noch ein bisschen mehr.

Bei den Heimspielen der Frauenmannschaft ist er mit seiner Trommel und seinen selbst gestalteten Fahnen immer dabei und macht die Halle zu einem Tollhaus. Andreas Polesz erklärt: "Als Michael Göbel vor fünf Jahren beruflich mit dem Trainer der Frauenmannschaft zu tun hatte, kam er auf mich zu und sagte: `,Ich bin ab nächstes Jahr Trainer in Wittlich, und da brauche ich dich Andreas.\' Da war ich erst mal ganz erstaunt, aber dann hat er mir erklärt, dass er gern mehr Stimmung in der Halle hätte und ich das machen könnte." Also stand er in der Halle und trommelte vor sich hin. "Die ersten Male kam ich mir da schon ein bisschen blöd vor, aber inzwischen sind wir eine kleine Gruppe und die Gegner schätzen die Stimmung bei uns in der Halle. Wir haben, was für Handball eine gute Zahl ist, pro Heimspiel 200 Zuschauer." Neben dem Trommeln haben er und seine Frau Melanie auch Fahnen gemalt, mit Wittlichs Schweinchen, verschiedenen Spielerinnen oder dem Hinweis auf die Facebookseite des Vereins. "Ich habe meistens eine Idee, bespreche die dann mit meiner Frau und die malt sie dann auf die Fahnen." Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm ein Spiel gegen die Mannschaft von Hauenstein. "Da konnten sich die Spielerinnen wegen meines lauten Trommelns nicht richtig untereinander verständigen und beim nächsten Spiel gegen uns sagte der Trainer zu seinen Spielerinnen: ,Und passt mir auf den Andreas auf!\' Dabei spiele ich ja gar nicht mit." Neben der Stimmung in der Halle setzt sich Polesz auch für die Jugendarbeit ein, indem er Sponsoren sucht, die sich für eine Spielzeit für zehn Euro engagieren, und auf einer Tafel genannt werden. Tatkräftig packt er auch mit an, wenn an der Kasse Hilfe gebraucht wird, oder er erkundigt sich bei den Gastmannschaften, ob sie noch was brauchen. chb

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