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Michael Rausch ist seit Juli bei der Stadt Wittlich

Wittlich : Ein offenes Ohr bei Hochwasserproblemen

Die Stadt Wittlich hat im Juli den Techniker Michael Rausch eingestellt, der für die Umsetzung des Starkregen- und Hochwasserkonzeptes zuständig ist.

„Hochwasserschutz hat immer seine Grenzen“; sagte Wehrleiter Christian Vollmer zum Hochwassereinsatz in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli dieses Jahres. Nach Starkregen und einem Pegelstand von 3,60 Meter brachen provisorischen Holzdämme, die das THW und die Feuerwehr gebaut hatten, die steinerne Hochwasserschutzmauer wurde unterspült und an mehreren Stellen des Hochwasserschutzes brach das Wasser durch. An etlichen Gebäuden sind hohe Schäden entstanden. Die Pressestelle der Stadt sagte kurz nach dem Ereignis: „Wir können lediglich versuchen, das Schadenspotential so weit wie möglich zu reduzieren und Personenschäden zu verhindern.“

Dabei soll Michael Rausch unterstützen. Er ist Mitarbeiter der Stadtwerke und soll die Maßnahmen zur Umsetzung des Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzeptes betreuen. Einen guten Überblick über die Starkregen- und Hochwassersituation der Stadt Wittlich konnte er sich schon verschaffen. Er sagt: „Ich sehe das Thema grundsätzlich als wichtige Aufgabe der Kommunen und Bürger, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Im Konzept sind Maßnahmen und Zuständigkeiten aufgeführt, die wir im Anschluss an das vergangene Hochwasserereignis evaluiert haben.“

Der einheitliche Hochwasserschutz an der Lieser in der Kernstadt und die Außengebietsentwässerung in der Belinger Straße im Gewerbegebiet Wengerohr gehören zu den Punkten, die mit als erstes angegangen werden sollen.

Bei seiner Arbeit sind für ihn die Gesamtheit der Aufgaben und die fortlaufende Anpassung der Stark­regen- und Hochwasservorsorge die besondere Herausforderung. Michael Rausch erklärt: „Mein Ziel ist es, möglichst reibungslos für eine Umsetzung der einzelnen Starkregen- und Hochwasserschutzmaßnahmen zu sorgen. Dazu gehören auch die Verwaltungsabläufe und der Kontakt mit den Bürgern.“ Zur Kommunikation mit den Bürgern stehen E-Mail oder Gespräche im Anschluss an Rats- oder Ausschusssitzungen zur Verfügung. „Aber auch vor Ort spreche ich gerne Anlieger auf ihre Erfahrungen hinsichtlich vergangener Starkregen- oder Hochwasserereignisse an. Man kann sich so ein besseres Bild von der Situation vor Ort verschaffen“, sagt er.

Freude macht ihm an seiner Arbeit der Bereich Wasserwirtschaft, in dem er sehr gern tätig ist. Dazu kommen die Kollegen, die zu einem angenehmen Umfeld beitragen. „Weiter ist mir wichtig, ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Bürger zu haben, um daraus gegebenenfalls technische Lösungen entwickeln zu können, die beim Schutz miteinfließen.“

Dabei sieht er den Hochwasserschutz als Prozess, der einem stetigen Soll-Ist- Vergleich unterliegt. Mittelfristig will er die Abwicklung von Maßnahmen mit hohem Gefahrenpotential vorantreiben. Das Zusammenwirken vieler einzelner Maßnahmen, wie beispielsweise Gewässerrenaturierung, die Schaffung von Retentionsräumen, die Herstellung von Notwasserwegen bei zukünftigen Straßenausbaumaßnahmen sollen langfristig zu einer deutlichen Entlastung der Starkregen- und Hochwassersituation in Wittlich führen.

Seine Fachkenntnis hat Michael Rausch, der in einer Handwerkerfamilie in Speicher groß geworden ist, durch seine Ausbildung. Dazu macht er eine Fortbildung zum staatlich geprüften Bautechniker, Fachrichtung Tiefbau, und zum staatliche geprüften Bautechniker, Fachrichtung Hochbau. Beide hat er nebenberuflich in Teilzeitform am Balthasar-Neumann-Technikum in Trier absolviert. Im Januar nächsten Jahres wird er als Verwaltungswirt abschließen.

In seiner Freizeit ist er gerne draußen in der Natur und treibt dort Sport. Beim Radfahren, Wandern und Klettern ist er dabei.