Michael Suska hat neuen Job

Nach der Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde (VG) Thalfang sorgte Michael Suska wochenlang für Schlagzeilen. Nach Querelen mit VG-Chef Hüllenkremer verlor Suska seinen Job als dessen Büroleiter. Jetzt hat Suska eine neue Stelle. Er leitet den Abfallwirtschaftsbetrieb im Kreis Birkenfeld.

Thalfang/Birkenfeld. Zuletzt ist es um den ehemaligen Thalfanger Büroleiter Michael Suska ruhig gewesen. Doch jetzt ist er wieder beruflich in der Öffentlichkeit.
Suska ist seit 1. April kommissarischer Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes im Landkreis Birkenfeld. Dort ist er für alle Fragen rund um die Müllabfuhr zuständig, teilt Silke Haller von der Kreisverwaltung Birkenfeld mit.
Er tritt am 1. September die Nachfolge des bisherigen Amtsleiters Norbert Röhrig an, der sich dann offiziell in den Ruhestand begibt. Der 56 Jahre alte Suska selbst erklärt, mit den Vorgängen um seinen Abschied aus dem Thalfanger Rathaus abgeschlossen zu haben und äußert sich nicht weiter dazu. Suska war im Thalfanger Rathaus viele Jahre Büroleiter gewesen und kandidierte im vergangenen Jahr mit Unterstützung der CDU, SPD und FDP als Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Thalfang.
Dabei unterlag er bei der Wahl im April 2013 dem bis dahin in weiten Teilen der Bevölkerung unbekannten und in der Kommunalpolitik nicht in Erscheinung getretenen Rechtsanwalt Marc Hüllenkremer.
Suska errang nur 42 Prozent der Stimmen, sein siegreicher Kontrahent 58 Prozent. Im Juni 2013 organisierte Hüllenkremer das Rathaus neu und entzog Suska das Ressort Finanzen. Im Herbst entließ der neue Bürgermeister seinen Büroleiter fristlos. Die genauen Hintergründe sind bis heute unbekannt. Hüllenkremer hatte nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Suska erstattet. Im Gegenzug hatten CDU, SPD und FDP Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Hüllenkremer eingereicht. Doch offensichtlich verhandelten die Parteien sowie der Bürgermeister weiter miteinander.
Denn am 31. Januar erklärten der Bürgermeister sowie die Fraktionsvorsitzenden aller im Verbandsgemeinderat vertretenen Parteien in einer gemeinsamen Presseerklärung, zu allen strittigen Punkten eine einvernehmliche Lösung herbeigeführt zu haben.
Hüllenkremer hatte die fristlose Kündigung gegenüber Suska zurückgenommen und durch einen Aufhebungsvertrag ersetzt. Im Gegenzug nahmen die Fraktionsvertreter die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Bürgermeister zurück. cst