Miete für die Grillhütte wird teurer
In Gielert ist in diesem Jahr Sparen angesagt. Die Gemeinde, die in den vergangenen Jahren ihre Straßen erneuert und das Kelterhaus umgebaut hat, drücken auch deshalb hohe Schulden.
Gielert. (urs) Das neue Jahr fängt für Gielert mit dicken Zahlen an. Allerdings nicht mit schwarzen, sondern mit roten. Nicht nur, dass die Gemeinde aus dem Straßenbau der vergangenen Jahre noch ein Schuldenstand von derzeit 157 000 Euro drückt. Auch der aktuelle Verwaltungs-Haushalt mit Ausgaben von 224 000 Euro und Einnahmen von 142 000 Euro ist kein Grund zur Freude. Ein Defizit von 82 000 Euro ist für ein Dorf mit knapp 180 Einwohnern ein harter Brocken. Da tröstet es auch wenig, dass darin 57 000 Euro an Altlasten aus den Vorjahren stecken. Für 2008 sind im Haushalt daher keine Investitionen vorgesehen. Die 12 550 Euro des Vermögen-Haushalts enthalten neben knapp 11 000 Euro an Tilgung lediglich die Grundschul-Umlage. In nicht allzu ferner Zukunft will die Gemeinde jedoch die Erneuerung der Wirtschaftwege anpacken. Laut Ortsbürgermeister Gustav Pfeiffer ist mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel bereits ein Termin vereinbart. Ziel sei, "die Sanierung voranzubringen und einen Förderantrag zu stellen". Wegen des Defizits seien sich die Ratsmitglieder jedoch einig, ein "bisschen langsam zu machen". Auf die Bürger kommen dennoch keine höheren Gebühren zu. Einzige Ausnahme ist die Miete für die Grillhütte: künftig werden 30 statt bisher 26 Euro fällig. Die Nebenkosten-Pauschale bleibt mit fünf Euro für Gielerter und zehn für Auswärtige aber unverändert.