Militär beweist Verbundenheit mit Wein

Militär beweist Verbundenheit mit Wein

Weinkolloquium heißt so viel wie miteinander über Wein sprechen. Dafür hatten die gut 100 Weinbrüder und -schwestern reichlich Gelegenheit. Sie trafen sich zum Weinkolloquium der Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer im Jagdbombergeschwader 33 in Cochem Brauheck.

Cochem. (mü) Zum ersten Mal hat sich die Weinbruderschaft dem Thema Militär und Wein gewidmet. "Wir wollen damit den Soldaten in der Region Danke sagen", sagte Organisator Dieter Schlagkamp, Zeremonienmeister der Terrassenmosel. Nach dem Krieg erholten sich die Winzerbetriebe nur langsam, die Hilfe der Soldaten beim Betriebsaufbau war selbstverständlich. Brigadegeneral a. D. Bernd Kiesheyer referierte über Weinbau und -genuss beim Militär. Früher, als das Wasser nicht immer sauber war, bekamen die Soldaten Alkohol, der gut gegen Magen-Darm-Erkrankungen war. "Ein gesellschaftliches Leben beim Militär ist damals wie heute ohne Wein nicht vorstellbar." Seit 1956 gibt es den Fliegerhorst Cochem/Büchel. "Was wären wir Winzer an der Mosel ohne die Militärs?", fragte Schlagkamp und berichtete von der Staatsdomäne Avelsbach und der Weinbauschule in Bullay, deren Ursprung dort zu suchen ist.

In der Kellerei Moselland in Ernst kommentierte Manuel Brixius eine Riesling-Weinprobe. Unter den Gästen war Weinbaupräsident Rolf Haxel: "Terrassenweinbau ist eine Herausforderung, in der man sich selbst verwirklichen kann. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass diese Helden nicht aussterben!"