Militärjet aus Spangdahlem stürzt bei Laufeld ab

Militärjet aus Spangdahlem stürzt bei Laufeld ab

Der A10 Thunderbolt-Kampfjet, der nahe Laufeld (Kreis Bernkastel-Wittlich) abgestürzt ist, stammt von der Airbase Spangdahlem. Dies hat die Airbase inzwischen bestätigt. Die Maschine befand sich auf einem Übungsflug. Der Pilot wurde verletzt und kam ins Krankenhaus.

Das Flugzeug war gegen 16 Uhr nur ein paar hundert Meter von den ersten Häusern des Orts entfernt niedergegangen. Der Unglücksort liegt zudem nahe der Autobahn.

Die örtlichen Feuerwehren aus Laufeld, Manderscheid und Wallscheid waren nach dem Flugzeugabsturz schnell vor Ort. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten, kam aber verletzt ins Krankenhaus, wie inzwischen auch die Pressestelle der Airbase bestätigt hat.

Nachdem die US-Militärpolizei vor Ort eintraf, wurden das Gelände weiträumig abgesperrt.

Die Maschine habe sich auf einem Routineflug befunden.

Sechs Kampfflugzeuge des Typs A-10 aus Spangdahlem sollen derzeit bei der Militäraktion der Nato in Libyen im Einsatz sein.

Ersten Informationen zufolge soll die Maschine mit zwei Übungsraketen und 1500 Schuss Munition bestückt gewesen sein. Ein Augenzeuge vor Ort sagte, die Militärpolizei habe an der Unglücksstelle ebenfalls davon gesprochen, es sei echte Munition an Bord gewesen.

Peter Gerhards, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands und Einwohner aus Laufeld war Augenzeuge des Absturzes. "Die Maschine hat erst über Laufeld gewendet, dann ist sie hochgezogen und anschließend senkrecht runter. Erst gab es einen Knall, als der Pilot sich mit dem Schleudersitz rettete, dann einen noch stärkeren Knall und einen riesigen Feuerball."

Der Pilot habe rund 20 Meter von der Unglücksstelle gelegen und sei noch ansprechbar gewesen. "Seine erste Frage war, ob der Dorfbevölkerung etwas passiert sei, weil er nicht wusste, wo die Maschine runtergekommen ist. Dann hat er uns mitgeteilt, dass er Übungsmunition an Bord hatte."

Der Verletzte sei etwa 30 Jahre alt, es ginge ihm den Umständen entsprechend gut. Vermutlich habe er ein Wirbelsäulentrauma. Der US-Amerikaner sei sehr erleichtert gewesen, dass nichts Schlimmeres passiert sei. "Es ist wie damals bei dem Absturz in Oberkail. Wir haben ein Riesen-Glück gehabt", sagt Peter Gerhards.

Die Feuerwehr habe die Wiese in einem Radius von rund 300 Metern um das Flugzeugwrack abgesperrt. Die Löscharbeiten dauerten gegen 17.30 Uhr noch an. "Löschen und Kühlen", so ein Feuerwehrmann, sei das Wichtigste, da man auch nicht wisse, wie viel Munition noch explodieren könne. sos/r.g.