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Minister antwortet auf Fragen zur Reform

Minister antwortet auf Fragen zur Reform

Innenminister Karl Peter Bruch will bei einer Veranstaltung in Traben-Trarbach sagen, wie der Landkreis Bernkastel-Wittlich nach der Kommunalreform verwaltungstechnisch gegliedert sein wird. Vier Verbandsgemeinden stehen auf einer Streichliste.

Traben-Trarbach. Es ist kein Wunder, dass der für die neue Verwaltungsstruktur zuständige Innenminister Karl Peter Bruch so oft im Landkreis Bernkastel-Wittlich unterwegs ist. Denn der Kreis beherbergt gleich mehrere Verbandsgemeinden, die nach Ansicht des Ministers in der heutigen Form keine Zukunft mehr haben. Auf einer entsprechenden Liste sind die Verbandsgemeinden Manderscheid, Kröv-Bausendorf, Neumagen-Dhron und Thalfang aufgeführt. Traben-Trarbach ist zwar auch Sitz einer Verbandsgemeinde, die aufgrund der der Streichliste zugrunde liegenden Kriterien reformiert werden könnte. Doch sie steht nicht drauf. Und so steht Karl Peter Bruch am kommenden Montag sozusagen auf neutralem Boden den Bürgern Rede und Antwort.

"Kommunal- und Verwaltungsreform - Chancen und Perspektiven" lautet der Titel der Veranstaltung der SPD Bernkastel-Wittlich am Dienstag, 24. August, 17 Uhr, in der Lorettahalle in Traben-Trarbach. Bei der öffentlichen Veranstaltung will Bruch nach den Worten von Bettina Brück, der stellvertretenden SPD-Kreis chefin, sagen, welche Folgen die Reform im Kreis Bernkastel-Wittlich hat.

Eine Kommunalreform wird von allen Parteien im Land gefordert. Auch bei den Zielen sind sich die Politiker nahezu einig: eine bürgernahe, schlagkräftige und kostengünstige Verwaltung. Umstritten ist, welche Formen das haben soll.

Allein die Kommunalpolitiker in der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron gehen offensiv mit dem Thema um. In jeder der vier zur VG gehörenden Gemeinden konnten die Bürger darüber abstimmen, in welcher Verwaltungseinheit sie künftig leben wollen. Im Gegensatz dazu steht die Haltung der Kröv-Bausendorfer. Für die Vertreter der Verbandsgemeinde ist die Aufgabe der bisherigen Struktur kein Thema.

Derzeit noch im stillen Kämmerlein überlegen die Manderscheider, wie sie mit der Reform umgehen sollen. Minister Bruch hatte bei einem Besuch in der VG deutlich gemacht, dass die Verbandsgemeinde in der aktuellen Form keinen Bestand hat. Wem die Orte zugeschlagen werden sollen, sagte er nicht. Fest steht, dass beim Raumbedarf für das neue Rathaus der Stadt Wittlich so viel Platz gelassen werden soll, dass auch noch die Manderscheider Bürger und Gemeinden mitverwaltet werden können. Unabhängig davon können sich die Großlittger vorstellen, Teil der VG Wittlich-Land zu werden.

In der Verbandsgemeinde Thalfang gibt es derzeit keine klaren Präferenzen, wohin sich die Orte nach einer Auflösung der VG orientieren. Weitgehend Konsens besteht darin, dass die VG als Ganzes wechselt. Entweder nach Hermeskeil in den Nachbarkreis Trier-Saarburg oder nach Morbach.