Missionar der Barmherzigkeit beim Hochamt in der Wallfahrtskirche

Missionar der Barmherzigkeit beim Hochamt in der Wallfahrtskirche

Der päpstliche Missionar Pater Diethard Zils besucht am 15. August die Wallfahrtskirche in Klausen. Dort wird er mit den Gläubigen das Hochamt feiern.

Klausen. Pater Diethard Zils O.P. vom Dominikaner Konvent Mainz ist im Februar von Papst Franziskus im Heiligen Jahr zum "Missionar der Barmherzigkeit" berufen worden. Am 15. August feiert er das Fest Mariä Himmelfahrt im Rahmen eines Hochamts um 10 Uhr in der Wallfahrtskirche Klausen. Nach der Heiligen Messe steht der päpstliche Missionar für Beichtgespräche bereit. Am Abend wird der Dominikaner um 19.30 Uhr auch noch einen Vortrag zum Thema "Barmherzigkeit" und "Aus dem Leben von Pater Diethard Zils" im Pfarrheim Klausen halten. Anschließend besteht noch die Gelegenheit zur Begegnung und das persönliche Gespräch. Der Eintritt ist frei.
Pater Diethard freut sich sehr auf den Besuch in Klausen, da er auch in der Eifel (Naurath und Himmerod) familiäre Verbindungen hat.
Die Missionare der Barmherzigkeit wurden vom Papst mit besonderen Vollmachten ausgestattet. So können sie auch von den Sünden lossprechen, von denen normalerweise nur der Apostolische Stuhl freisprechen kann. "Damit soll der Umfang ihrer Sendung sichtbar werden. Sie sollen vor allem ein lebendiges Zeichen dafür sein, dass der Vater jeden aufnimmt, der seine Vergebung sucht", so Papst Franziskus. "Barmherzigkeit bedeutet, ein Herz zu haben für die Armen" sagt Pater Diethard. "Das heißt, ein Herz zu haben, das mitlebt mit den Menschen, die in Not sind". Dass er im Heiligen Jahr besondere Absolutionsrechte bei der Beichte hat, ist für ihn aber nur ein Aspekt seiner Berufung. "Ich werde viel unterwegs sein", sagt er, "Vorträge halten, Predigtreihen".
Der achtzig Jahre alte Pater steht für die Generation des Aufbruchs im Gefolge des II. Vatikanischen Konzils. Vor allem im Bereich der neuen geistlichen Musik und der Suche nach einer zeitgemäßen Sprache für die Rede von Gott inspirierte er viele, besonders im Rahmen der Jugendarbeit und auf Katholiken- und Kirchentagen. Im letzten Jahr hat er mit dem Buch "Trotz und Träume: Zwischen Politik und Liturgie (Dominikanische Quellen und Zeugnisse)" eine Sammlung seiner wichtigsten oder zumindest bekanntesten Texten geschrieben. red

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