Missionsschwestern feiern Jubiläum

Zeltingen-Rachtig · Ein seltenes Jubiläum feiern die Missionsschwestern Maria Gabriele (Marlene Morbach) und Mirjam Michaele (Edeltrud Morbach) am Sonntag, 10. November, in Zeltingen-Rachtig: ihre goldene Profess (Ordensgelübde). Beide wurden 1940 geboren und sind 1960 in den Steyler Orden eingetreten. Sie haben sich jahrzehntelang in Indonesien und Neuguinea für Menschen eingesetzt.

Zeltingen-Rachtig. Ein Doppeljubiläum wird in der Pfarrgemeinde St. Marien Rachtig am Sonntag, 10. November, begangen: Schwester Maria Gabriele und Schwester Mirjam Michaele, zwei Rachtiger Missionsschwestern des Steyler Ordens, können auf ihre 50-jährige Profess zurückblicken. Das Festhochamt ist um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Marien. Die musikalische Mitgestaltung des Jubiläumsgottesdienstes übernimmt der Männerchor des Chorgesang Cäcilia.
In der Festansprache berichtet Schwester Maria Gabriele über die Lebensstationen beider Schwestern und darüber, wie diese sich gleichen: Beide Jahrgang 1940, beide Winzertöchter, beide im Moseldorf Rachtig geboren, beide treten 1960 in den Steyler Missionsorden ein und beginnen ein neues Leben in der Gemeinschaft der Steyler Missionsschwestern in Schwemlingen an der Saar. Nach zwei Jahren Noviziat in Wimbern trennen sich für längere Zeit ihre Wege.
Marlene Morbach - jetzt Schwester Maria Gabriele - wurde nach Abitur und Studium der Religionspädagogik mit der Befähigung der Gemeindereferentin 1972 auf die Insel Flores in Indonesien entsandt. Nach fast 15-jähriger Tätigkeit kehrte sie 1986 aus gesundheitlichen Gründen nach Deutschland zurück. Ab 1987 war Schwester Maria Gabriele in der Krankenhaus-Seelsorge des Bistum Köln tätig, ab 1992 mit Aufgaben des Missionshauses St. Paul in Wengerohr betraut, um dann auch wieder in der Krankenhaus-Seelsorge in Wittlich tätig zu sein. 2004 nach Marpingen im Saarland verzogen, leitete sie von hier aus das Sekretariat in der Region Saar-Mosel. Im Oktober zog sie nach Steyl ins Mutterhaus des Ordens um und steuert ihre bisherige Arbeit von dort aus.
Edeltrud Morbach - jetzt Schwester Mirjam Michaele - verlor mit 13 Jahren ihre Mutter und musste sich um ihre vier jüngeren Geschwister kümmern. Sie arbeitete bis zu ihrem Eintritt in den Orden am 21. November 1960 im elterlichen Weinbaubetrieb. Nach Ausbildung in verschiedenen Bereichen erhielt sie 1966 die Missionsbestimmung und reiste nach Australien. Hier wurde sie als Krankenschwester und Hebamme ausgebildet.
Ihr eigentliches Missionsland war jedoch Neuguinea, wo sie 26 Jahre wirkte. Sie leitete ein Krankenhaus.
1999 kam sie in die Heimat zurück. Heute lebt sie im Mutterhaus in Steyl. red