Mit aller Macht zurück an die Mosel

Mit aller Macht zurück an die Mosel

Aus einer Bürgerinitiative (BI) ist ein Verein geworden, der sich für den Anschluss Heidenburgs an die Verbandsgemeinde Schweich einsetzt. 23 Gründungsmitglieder wählten den Vorstand von Pro Schweich - gemeinsam in die Zukunft. Aus dem Vorsitzenden der BI, Kai Eiserloh, wurde der Vorsitzende der neuen FWG.

Heidenburg. Am 10. Juni 2012 haben sich bei einem Bürgerentscheid, bei 67,5 Prozent Wahlbeteiligung, 82,9 Prozent für eine Rückkehr der Ortsgemeinde Heidenburg an die Mosel ausgesprochen (der TV berichtete). Diesen Bürgerwillen durchzusetzen, hat sich die neue Freie Wählergruppe (FWG) Pro Schweich - gemeinsam in die Zukunft zum Ziel gesetzt, nachdem sie ihre Möglichkeiten als Bürgerinitiative (BI) als ausgereizt betrachtet.
Kommunal- Reform


Erstes Ziel der neuen Gruppierung ist es, bei der Kommunalwahl am 25. Mai Kandidaten ins Ortsparlament zu bringen. Von der Mitgliedschaft im Heidenburger Ortsgemeinderat verspricht sich der erste Vorsitzende den Zugang zu mehr Informationen und ein Ende der Blockadehaltung, denn: "Ein Bürgerentscheid kann nach drei Jahren wieder aufgehoben werden", sagte Kai Eiserloh.
50 Bürger waren ins Hotel zur Linde zur Gründungsversammlung gekommen. 23 von ihnen trugen sich in Listen als Gründungsmitglieder ein und wurden damit zu Wahlberechtigten, die den Gründungsvorstand bestimmen können.
Aus dem BI-Vorsitzenden Kai Eiserloh wurde dabei der FWG-Vorsitzende Kai Eiserloh. Sein Stellvertreter ist Michael Thiel. Zum Schriftführer wurde Sven Jäger bestimmt. Dessen Stellvertreter ist Jörg Christen. Als Schatzmeister fungiert Uwe Stein. Zu seiner Stellvertreterin wurde Hildegard Kolz gewählt. Beisitzer ist Walter Jäger.
Heidenburg will heim zur Mosel, stand in großen Lettern auf einem Transparent im Versammlungsraum. "Bis 1970 hat unser Dorf zum Amt Klüsserath gehört", erklärt Vorsitzender Eiserloh. Doch neben der emotionalen Bindung in Richtung Schweich gibt es noch ganz pragmatische Gründe für eine "Heimkehr".
"In Richtung Morbach und Wittlich gibt es keine Busverbindung", beklagt der FWG- Chef. Schülerströme und Arbeitsplätze bewegen sich zum größten Teil in Richtung Schweich, Trier und Luxemburg. Schweich biete übrigens auch günstigere Gebühren bei Wasser, Abwasser und der Müllentsorgung an.
Der Verbandsgemeinde (VG) Thalfang wirft Eiserloh vor: "Da vermisse ich eine Bewegung in irgendeine Richtung." Bis 2019 müsse die Gebiets- und Verwaltungsreform doch abgeschlossen sein. Der Ausgliederung Heidenburgs sei von der VG bereits zugestimmt worden. "Wir wollen nicht nach Morbach verschachert werden", fügt FWG-Vize Michael Thiel hinzu. doth