Mit Beutelspendern gegen Hundekot

In Thalfanger Ortsgemeinden häufen sich die Beschwerden über Hundekot. Beutelspender mit Abfalleimer sollen Abhilfe gegen die Tretmienen schaffen. Morbach hat damit gute Erfahrungen gemacht.

Thalfang/Morbach Der Hund ist der beste Freund des Menschen, heißt es bei vielen Liebhabern der vierbeinigen Haustiere. Doch auch die besten Freunde machen mal Ärger, in diesem Fall besonders beim Gassigehen. Denn deren Hinterlassenschaften auf Gehwegen, Grünanlagen und Feldern ärgern so manchen. "Wenn man nicht aufpasst, hat man den Dreck an den Schuhen und schleppt ihn so ins Haus oder ins Auto", sagt der Hilscheider Ortsbürgermeister Detlef Haink. Er gehört zu denjenigen, die in letzter Zeit öfter von Bürgern auf die Tretminen angesprochen werden.
Zumal der Hundekot vermehrt auf den gemeindeeigenen Grünflächen am Gemeindehaus und am Dorfplatz, wo sich auch der Spielplatz befindet, für Ärger sorgt. "Im vergangenen Jahr hatten wir schon das Problem, aber in diesem Jahr hat es sich verstärkt", sagt er. Zudem hätten sich Bauern bei ihm beschwert, dass Hundebesitzer ihre Tiere mitten auf die Wiesen schicken. Doch Hilscheid ist nicht das einzige Dorf, das unter den Tretminen leidet. Auch die Immerter haben mit dem braunen Dreck zu kämpfen. Die Bürger beschweren sich vermehrt bei Ortsbürgermeisterin Heike Marx-Knop über Hinterlassenschaften in ihren Vorgärten.
"Dabei möchte es doch jeder schön haben", sagt sie. Genauso wie ihr Hilscheider Kollege, will sie Behälter aufstellen, aus denen Hundebesitzer Tüten entnehmen können, mit denen sie die Kothaufen aufsammeln und direkt in einen Abfalleimer entsorgen können. Zwar bedeute das Mehraufwand, sagt Marx-Knop. Doch hofft sie, dass die Hundebesitzer die Kothaufen aufsammeln und in den Abfallbehälter entsorgen, wenn sie diese nicht in den Jackentaschen mit nach Hause schleppen müssen. Auch der Thalfanger Ortsbürgermeister Burkhard Graul hat fünf dieser Tütenspender mit Abfalleimer bestellt, drei für Thalfang und zwei für Bäsch.
Gerade auf den Wanderwegen, auf denen auch die Jungen und Mädchen der Kindergärten oft unterwegs sind, werde viel Dreck gefunden, sagt er. "Wir versuchen das und hoffen auf Verständnis der Hundebesitzer, damit sie auf die Hinterlassenschaften ihrer Tiere achten", sagt er. Sein Kollege Haink benennt die Kosten auf rund 150 Euro pro Behälter.
In Morbach gibt es die Spender für Hundekotbeutel mit den entsprechenden Abfallbehältern schon einige Jahre. Nach Einschätzung von Ortsvorsteher Georg Schuh haben sich diese bewährt. "Sie werden gut angenommen", sagt er. Auf Anregung von Hundehaltern, die besser wissen, wo Herrchen oder Frauchen mit ihren Vierbeinern Gassi gehen und Tüten benötigt werden, sei die ursprüngliche Anzahl von fünf auf jetzt sieben Stationen aufgestockt worden. "Es hat was gebracht", sagt er. Allerdings seien die Tüten teuer. Schuh sagt, pro Jahr entstehen dem Ortsbezirk rund 700 Euro Kosten, also etwa 100 Euro pro Station.

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