Mit Biss und Höflichkeit

WITTLICH. (tas) Nach 36 Jahren am Peter-Wust-Gymnasium in Wittlich verlässt Leo Glesius die Schule in den wohl verdienten Ruhestand. Gefeiert hat der Pädagoge seinen Abschied vom Schuldienst mit Kollegen, Schülern, Familie und Freunden in der Synagoge Wittlich.

"Ich folgte dem Grundsatz: ‚Wir Lehrer haben für die Schüler da zu sein, nicht umgekehrt‘", sagte Leo Glesius, der nach 36 Jahren am Peter-Wust-Gymnasium (PWG) den Schuldienst verlässt, in seinem Schlusswort. Voraus gegangen war ein Abend, der dem Leben Glesius' im Dienst der Schule gewidmet war. Viele PWG-Ehemalige und Kollegen waren gekommen sowie Familie und Freunde des beliebten Lehrers. 28 Jahre habe Leo Glesius als Studiendirektor des Gymnasiums die Schule mit "mathematischem Biss und Höflichkeit im Umgang mit anderen" geführt, sagte Oberstudiendirektor Michael Forster. Glesius, der 1940 in Zeltingen geboren wurde, entschloss sich als Absolvent des Trierer Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums 1960 zu einem Studium der Mathematik und Physik. Als Student in Bonn spürte er die Kluft zwischen der Mathematik der Schulbildung und der Universität. Glesius nahm sich vor, etwas dagegen zu tun und seine Schüler für die Welt der Mathematik zu begeistern. "Ich wollte immer den Kindern die Angst vor der Mathematik nehmen", erklärt er. Weitere Erfolge hatte Leo Glesius beim Erstellen kniffliger Stunden- und Vertretungspläne, für die ihm die Schülerschaft bei der Abschiedsfeier ihren Dank aussprach. Der Studiendirektor, dessen Markenzeichen der weiße Kittel ist, wurde als "strenger Lehrertyp mit schlimmen Fächern" beschrieben. Er habe jedoch im Unterricht stets "kompetent und humorvoll" seine Schüler begeistert.Mathematik-Fachschaft spielt Theater

In seinem Festvortrag informierte Guido Wirtz das Publikum über tragbare und intelligente Technologie. Die Fachschaft Mathematik führte ein kleines Theaterstück mit der Figur des Leo Glesius in der Hauptrolle auf. Musikalisch unterhielten Claudia Glesius (Gesang), Franz Brixius (Violine und Bratsche) und der Pianist Norbert Maringer die Gäste. "Ich bin sprachlos über das, was ich hier erlebt habe", sagte Glesius in seinem Schlusswort. Er dankte allen Menschen, die ihn auf seinem schulischen und privaten Weg begleitet haben.

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