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Mit dem Seniorenbus vom Dorf in die Stadt

Mit dem Seniorenbus vom Dorf in die Stadt

Der Seniorenbus der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach wird voraussichtlich noch vor den Sommerferien seine ersten Fahrten aufnehmen. Der Verbandsgemeinderat hat für die Anschaffung eines Fahrzeuges gestimmt.

Traben-Trarbach. Ein Fahrdienst für ältere und gehbehinderte Menschen: In der Verbandsgemeinde (VG) Traben-Trarbach wird es einen solchen Service voraussichtlich noch vor den Sommerferien geben. Die VG-Verwaltung kauft ein entsprechendes Fahrzeug mit neun Sitzen und einer Einstiegshilfe. 25 000 Euro sind bereits im Haushalt 2011 dafür eingestellt. Nach Meinung von Bürgermeister Ulrich K. Weisgerber ist für diese Summe ein zwei Jahre alter Kleinbus auf dem Markt zu bekommen. Man werde nun Angebote einholen.

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier, zuständig für die Konzessionserteilung, wird laut Weisgerber voraussichtlich in Kürze die Buslinie offizielle genehmigen. Allerdings verlangt der LBM einen höheren Fahrpreis als von der Verbandsgemeinde vorgesehen. Nach den Vorstellungen des VG-Rates sollte eine Fahrt ein Euro kosten, der LBM ist der Meinung, dass die Verbandsgemeinde zwei Euro verlangen müsse, um eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber anderen Betreibern von Nahverkehrslinien zu vermeiden.

Weisgerber geht davon aus, dass der Seniorenbus kostenneutral betrieben werden kann. Mit den Fahrpreisen könnten die Betriebskosten wie Sprit und Wartung gedeckt werden. Reiche dies nicht, werde man Sponsoren suchen. Es sei auch möglich den Bus als Werbefläche zu nutzen.

Gefahren werden soll der Bus von Mitgliedern des Seniorenbeirates und anderen interessierten Personen. Bislang haben sich zehn Personen gemeldet, die unentgeltlich ihre Dienste anbieten. Um die Fahrerlaubnis zu erhalten, werden sie ärztlich untersucht und geschult.

Der Kleinbus wird alle Orte der Verbandsgemeinde und Stadtteile - Lötzbeuren, Irmenach, Burg, Starkenburg, Trarbach, Traben, Kautenbach und Wolf - montags, dienstags, donnerstags und freitags anfahren. Die VG-Verwaltung hat bereits einen provisorischen Fahrplan erstellt mit Abfahrt- und Rückfahrzeiten und mehreren Haltepunkten in jedem Ort. Der Bus fährt in Zeiten, in denen die Linien des öffentlichen Personennahverkehrs nicht bedient werden.

Vor allem gehe es darum, so die einhellige Meinung aller Fraktionen, ältere Menschen nach Traben-Trarbach zu bringen, wo es Ärzte, Apotheken und Geschäfte gibt.

Ähnliche Angebote gibt es in den Verbandsgemeinden Kirchberg und Gerolstein. In der VG Rheinböllen wurde der Seniorenbus wieder eingestellt, weil er kaum angenommen wurde.