Mit Dudelsack und Dialekt
Wittlich-Wengerohr · Viel Musik¸, ein Gottesdienst und zahlreiche Reden haben am Freitag die offizielle Einweihung des Bildungszentrums Eifel-Mosel in Wittlich-Wengerohr begleitet. Dabei gab es einige Rückblicke in die Entstehungszeit der Einrichtung, aber noch mehr gute Wünsche für die Zukunft.
Wittlich-Wengerohr. "Es konnte nur Wittlich sein", sagte Bernkastel-Wittlichs Landrat Gregor Eibes bei der offiziellen Einweihung des Bildungszentrums Eifel-Mosel zum Standort der Einrichtung in der alten Dualen Oberschule (DOS) in Wengerohr. Denn: Die Erreichbarkeit der Stadt mit dem öffentlichen Nahverkehr und durch die Straßen sei in keiner anderen Stadt in Rheinland-Pfalz so gut wie in Wittlich. "Ich bin froh, dass aus dem einstigen Sorgenkind DOS jetzt das Bildungszentrum geworden ist", sagte Eibes. Vor knapp einem Jahr habe der Wittlicher Stadtrat sein Ja zur Umnutzung des Gebäudes gegeben, am gleichen Abend noch einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, blickte Bürgermeister Joachim Rodenkirch zurück. Damit sei, so Rodenkirch weiter, "ein ambitionierter Prozess" gestartet mit dem Ziel, am 1. April mit dem Betrieb an der Schule zu starten - was dank der Mithilfe und des Engagements vieler Beteiligter gelungen sei.Diesen Entstehungsprozess der vergangenen Monate bezeichnete Einrichtungsleiter Bernd Geiermann als einen Hürdenlauf, dessen Strecke sich manchmal ungewollt verlängert habe, aber gemeistert wurde. Auch er dankte allen Beteiligten, die den pünktlichen Start im April ermöglicht haben. Birgit Schmid, Leiterin der Marienhaus-Bildungseinrichtungen, die ihre österreichische Abstammung dank ihres Dialekts nicht verbergen kann, lobte das seit April entstandene "lebendige und gut gefüllte Haus". "Es ist ein Haus, in dem man sieht, es wird gelernt, es wird gelehrt. Wir fühlen uns sehr willkommen hier in Wittlich", sagte Schmid. Der Festakt vor rund 300 Gästen stand unter dem Motto "Miteinander Brücken bauen". Er wurde von Schülern, Lehrern und dem Musiktherapeuten Theo van der Poel unter anderem mit Dudelsack-Musik musikalisch gestaltet. Vorangegangen war ein Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter in Wengerohr sowie die Einsegnung des Gebäudes durch Pfarrer Bruno Comes. Zusätzlich zu den Ausbildungsgängen möchte das Bildungszentrum mittelfristig ein Programm für die Fort- und Weiterbildung entwickeln sowie eöffentlich zugängliche Kurse anbieten. Weitere Fotos gibt es im Internet untervolksfreund.de/fotosExtra
Das Bildungszentrum Eifel-Mosel in Wittlich-Wengerohr hat im April in den Räumen der ehemaligen Dualen Oberschule in Wengerohr seine Arbeit aufgenommen. És ist ein Zusammenschluss der Lehreinrichtungen der Marienhaus-Unternehmensgruppe, der Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe aus Bitburg und Trier-Ehrang, der Cusanus-Trägergesellschaft Trier mbH, der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Bernkastel-Wittlich und der Physio-Akademie Wittlich. Zudem ist das Bildungszentrum Ausbildungspartner im neuen Bachelor-Studiengang klinische Pflege in Kooperation mit der Universität Trier. Weitere Kooperationspartner sind die Katholische Hochschule Mainz und der Rhein-Ahr-Campus Remagen. Die Einrichtung bietet Platz für 380 Schüler. Die praktische Ausbildung erfolgt weiter in den Kliniken. Im Bildungszentrum angestellt sind 30 Lehrer und fünf Sekretärinnen. Das Gebäude in Wengerohr stand seit 2009 leer. In sechs Monaten wurde es auf einer Fläche von rund 3700 Quadratmetern renoviert. red/will