1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Mit einem Fels von Ehrung zu Ehrung

Mit einem Fels von Ehrung zu Ehrung

Am Montag neben dem SFC Bombogen zum Kreissieger gekürt, heute schon in Mainz: Der SV Bettenfeld ist der dritte Verein aus dem Kreis, der es zur Landessiegerehrung des Wettbewerbs Sterne des Sports geschafft hat.

Wittlich. Der Fels am Mosenbergkrater ist eines der Wahrzeichen von Bettenfeld, nun ist ein Fels auch das Markenzeichen des SV Bettenfeld. Denn das Projekt Fels (Förderung des Ehrenamts durch leistungsorientiertes Sponsoring) ist einer der beiden Kreissieger beim Vereinswettbewerb Sterne des Sports. Wie der SFC Bombogen für seine Integration von Jugendlichen in die Vereinsarbeit, erhielten die Bettenfelder am Montagabend bei der Siegerehrung in der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank den bronzenen Stern des Sports und eine Siegprämie von 1000 Euro.
Unter den sieben Besten


Seit 2004 organisieren Volks- und Raiffeisenbanken sowie der Deutsche Olympische Sportbund den Wettbewerb, bei dem ehrenamtliches und soziales Engagement von Sportvereinen gewürdigt wird, und zum dritten Mal in Folge hat es mit den Bettenfeldern ein Verein aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich bis zur Landessiegerehrung in der Mainzer Staatskanzlei geschafft. Nach dem SV Klausen, der 2013 Landeszweiter für sein Resozialisierungsprojekt von straffälligen Jugendlichen wurde, und dem SV Monzelfeld, der 2014 einen Förderpreis für seine Mountainbike-Strecke erhielt, hoffen die Bettenfelder bereits heute auf den großen Wurf.
Die sieben besten Projekte aus Rheinland-Pfalz wurden von der Jury eingeladen, wie bei der Oscar-Verleihung weiß niemand, wer am Ende der Sieger ist und das Land am 26. Januar bei der Bundessiegerehrung in Berlin vertreten wird. "Ich bin guten Mutes, dass es dieses Jahr mit dem ersten Platz klappt", gab Rudolf Schmitt, Vorstand der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank, den Bettenfeldern mit auf den Weg nach Mainz.
Kern des Fels-Projekts ist, Vereinseinnahmen gerechter zu verteilen. Die Abteilungen im Verein, die am meisten leisten und sich für den SV Bettenfeld engagieren, erhalten mehr Geld. "Wir mussten anfangs im Jahr 2014 gegen einige Widerstände ankämpfen, aber mittlerweile hat sich das Verfahren absolut bewährt. Die Mitglieder und Abteilungen sind viel engagierter", sagt Eric Leitges, neben dem Vereinsvorsitzenden Klaus Bracht, dem Initiator des Fels-Projekts. Und die 1000 Euro, die es als Kreissieger gab, sowie die Prämie, die es heute bei der Landessiegerehrung gibt, werden wieder genauso auf die Abteilungen ausgeschüttet.
Einen anderen Weg, um den Verein fit für die Zukunft zu machen, geht der SFC Bombogen. Dort sind unter den 360 Mitgliedern 170 Kinder und Jugendliche - und deren Wünsche werden besonders berücksichtigt. "Wir haben einen Jugendausschuss, in dem die Jugendlichen nicht nur gehört werden, sondern durch den wir ihnen auch mehr Verantwortung fürs Vereinsleben geben", sagt der Vorsitzender Jürgen Teusch: "Auch unser Preisgeld wird direkt wieder im Jugendbereich eingesetzt."
Nur fünf Bewerber


Einen Wermutstropfen gab es in diesem Jahr allerdings beim Kreiswettbewerb: Die prominent besetzte Jury - unter anderem mit den Ex-Fußballprofis Jürgen Roth-Lebenstedt und Harry Koch, dem Triathleten Jens Roth, dem Sportkreisvorsitzenden Günter Wagner und dem Fußballkreisboss Walter Kirsten - hatte nur fünf Bewerbungen zu bewerten. Vor zwei Jahren waren es noch 16. "Wir müssen die Vereine motivieren. Denn jeder Verein hat ein Projekt, mit dem er mitmachen kann", betonte Wagner.
Aber vielleicht sorgt eine Top platzierung der Bettenfelder heute ja für neue Strahlkraft im Kreis. "Wir lassen uns überraschen, wo wir landen", sagt Bracht: "Aber alleine schon, dass wir dabei sind, ist eine Riesenehre für uns."
BP