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Mit General Dieter zur Fernseh-Show

Mit General Dieter zur Fernseh-Show

Quizfragen und Experimente erwarten die 7a des Peter-Wust-Gymnasiums Wittlich. Sie nehmen am Fernseh-Wettbewerb "Die beste Klasse Deutschlands" teil. Im Superfinale winkt als Hauptpreis eine fünftägige Klassenfahrt nach Lissabon.

Wittlich. "7a, wir sind da, beste Klasse Deutschlands, das ist klar!" - diese Kampfansage der Siebtklässler des Peter-Wust-Gymnasiums ist Programm. Gegen fast 1400 Bewerber von anderen Schulen haben sie sich für die Sendung "Die beste Klasse Deutschlands" 2016 durchgesetzt und einen Platz ergattert. Dort traten sie in der ersten K.o-Runde zum Wissensduell gegen gleichaltrige Schüler des Schiller-Gymnasiums Köln an. Einstimmige Meinung der Klasse: "Das war alles sehr aufregend. So etwas erlebt man nicht jeden Tag."
Auf der Busfahrt zur Sendung wurden Erinnerungsfotos geschossen und letzte Vorbereitungen für das Wissensduell getroffen. "Wir waren alle total aufgeregt", erzählt Paula Hohns. Zusammen mit Merle Kloep bildete sie die sogenannte "Erste Reihe". Gemeinsam mussten sie die richtige Antwort geben und so Punkte für die Klasse erspielen. Die restlichen Mitschüler konnten über Abstimmgeräte ihre Antworten abgeben.
Kurz vor der Aufzeichnung wurde geübt, wie man jubelt und als Auflockerung gemeinsam mit Moderator Malte Arkona getanzt und gesungen. So war die Aufregung relativ schnell verflogen. Auch die zwei Glücksbringer, eine Plüschente namens General Dieter und Schaf Sally, halfen der Klasse, während des Duells die Nerven zu behalten.
Beworben hat sich die Klasse kurz vor knapp: Zwei Wochen vor Einsendeschluss hatte Maximilian Becker die Idee, sich zu bewerben: "Ich habe mir die Sendung öfter angeschaut und mir überlegt, dass wir da ja auch mal mitmachen könnten". Lehrerin Christina Peters war sofort überzeugt. Jedoch war für sie auch klar: "Wir machen das nur, wenn auch wirklich alle mitziehen". Nach drei Treffen stand das Bewerbungsvideo - eine Detektiv-Geschichte. Gedreht wurde sie während des Sportunterrichts im Schwimmbad. Zur Inspiration hatte sich die Klasse Bewerbungsvideos vorheriger Staffeln im Internet angeschaut. Schnell war klar: "Wir wollten etwas anderes machen, als die Klassen zuvor." Die Story: eine Entführung zweier Schülerinnen, ein Erpresserbrief und die Aufklärung des Falls durch zwei Detektive.
Die Arbeit hat sich gelohnt. Am 25. November vergangenen Jahres erhielt Frau Peters die Nachricht, dass ihre Klasse eine von 32 Schülergruppen ist, die sich in den Liveshows beweisen dürfen. "Wir waren wirklich sehr überrascht", sagt Peters.
Spannend war es für die Klasse, zu sehen, wie viel Arbeit hinter einer Fernsehaufzeichnung steht. Von all den Kameraleuten und Maskenbildnern habe man in der Sendung später nichts gesehen. Auch das Studio sei in Wirklichkeit viel kleiner als es im Fernsehen wirkt. "Das machen die Weitwinkelkameras und das Licht", weiß SchülerDavid Kolf.
Vorbereitet hat sich die Klasse mit Sachbüchern und Quizfragen der ARD-Sendung "Gefragt, gejagt". Gemeinsam wurde in kleinen Gruppen oder mit der gesamten Klasse geübt und geschaut, wo noch Wissenslücken sind. Dieses intensive Lernen hatte einen positiven Nebeneffekt: Auch die Noten bei Klassenarbeiten fielen besser aus, als zuvor.
Die 7a empfiehlt jeder Schulklasse, sich bei "Die beste Klasse Deutschlands" zu bewerben. "Der Wettbewerb hat die Klassengemeinschaft ungemein gestärkt", sagt die Lehrerin. Auch die Schüler sind sich sicher: "Das vergessen wir nicht so schnell."
Ob die Klasse in der nächsten Runde ist und in den Wochenfinal-Shows um den Einzug ins Superfinale kämpfen darf, steht noch nicht fest.
Die große Final-Show wird am 14. Mai in der ARD ausgestrahlt. Bis dahin heißt es: Abwarten und Daumen drücken.