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Mit Herz und Seele für die Frauen da

Mit Herz und Seele für die Frauen da

Der erste Mittwoch im Monat war ihr Tag. Loni Maus und Elisabeth Witt organisierten 27 Jahre den Hupperather Frauenkaffee. Ende 2011 verabschiedeten sie sich von dieser Aufgabe. Der Frauenkaffee geht weiter.

Hupperath. "Eigentlich waren es die Männer, die damals auf uns zukamen und fragten, ob wir Frauen uns nicht auch regelmäßig treffen wollten. Es müsse ja nicht zum Kartenspielen sein", blicken Loni Maus und Elisabeth Witt zurück. Und so kam es, dass im Oktober 1984 die erste Einladung an die Hupperather Frauen ab 65 Jahre zum Frauenkaffee in die alte Schule (Bürgersaal), erging. "Wir hatten sofort eine tolle Resonanz. Und lustig war es. Die meisten Frauen saßen schon als Schülerinnen in diesen Räumen und hatten natürlich viel zu erzählen", wissen die beiden Damen zu berichten.
Erster Mittwoch im Monat


So zwischen 20 und 30 Frauen seien immer da gewesen. Seither wurde der erste Mittwochnachmittag im Monat ein fester Termin, nicht nur im Kalender der beiden Organisatorinnen. Sie servierten leckeren Kuchen und Schnittchen, kochten in dieser Zeit rund 1940 Kannen Kaffee, dachten an Geburtstage, sangen und lachten mit ihren Frauen. Sie spendeten Trost und machten Mut. Sie waren einfach da, 27 Jahre lang. Ein gern gesehener Gast in dieser Zeit war die ehemalige Pastoralreferentin Monika Hartmann aus dem Dekanat Wittlich, die verschiedene Vorträge hielt. "Zusätzliche Aktivitäten brauchten wir nicht. Es war gut so, wie es ist. Es fehlte nichts", ergänzt Elisabeth Witt. Kaum ein Frauenkaffee sei in den vielen Jahren ausgefallen, auch nicht wegen des eigenen Geburtstags. Finanziert hat sich der Frauenkaffee selbst. Es wurde anfangs ein Selbstkostenbeitrag von 50 Pfennig, später von 50 Cent erhoben. Eine akkurate Kassen- und Buchführung, in der Kuchenspenden oder das Pfund Butter aus dem eigenen Kühlschrank fehlten, war den beiden Frauen eine Selbstverständlichkeit. Auf die Frage, was sie bewegte, sich so lange für die Gemeinschaft zu engagieren, sagen beide: "Es hat einfach Freude gemacht, zu sehen, wie gut es den Frauen tut". Der Abschied Ende 2011 war dann doch nicht leicht, vor allem sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar gewesen ob es weiter geht, so Witt und Maus. Die gute Nachricht: Es geht weiter. Gusti Lüttmann, Christa Vank und Angelika Brühl seien ihre Nachfolgerinnen und laden wie gewohnt am ersten Mittwochnachmittag im Monat zum Frauenkaffee nach Hupperath ein.
Der nächste Termin ist Mittwoch, 1. Februar, ab 14.30 Uhr in der alten Schule. Und darauf freuen sich auch Elisabeth Witt und Loni Maus, die sich dann als Gäste den Kaffee schmecken lassen. mkl