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Mit Ideen und Tatkraft für Veldenz

Mit Ideen und Tatkraft für Veldenz

Alle vier bis sechs Wochen trifft sich der Vorstand des Veldenzer Heimatvereins, kurz VHV. Dann entwickeln Günter Pelzer und seine Mitstreiter oft neue Ideen, was man im Dorf noch schöner machen könnte, welche Aktionen zur Festigung der Dorfgemeinschaft beitragen würden, oder Ideen für kulturelle Veranstaltungen.

Veldenz. Langweilig wird es den Mitgliedern des Heimatvereins Veldenz selten. Denn das, was sie einmal an Aktionen ins Leben gerufen haben, pflegen sie weiter. Dazu kommen jedes Jahr neue Projekte. Seit 1954 gibt es den Heimatverein. In seiner Satzung steht als Vereinsziel die Förderung und Pflege des Heimatgedankens. Das klingt schon mal sehr schön, aber die Veldenzer Vereinsmitglieder füllen das Ganze auch mit Leben. Im kulturellen Bereich veranstalten sie Konzerte, beispielsweise waren die Don Kosaken schon da. Dann wird jedes Jahr zur Pilzexkursion mit Experten von außerhalb eingeladen, an der jeweils zwischen 50 und 70 Personen teilnehmen. "Von den Pilzen nehmen aber keine mit nach Hause. Die werden alle zum Abschluss der Veranstaltung gegart und gemeinsam gegessen. Das ist immer ein tolles Erlebnis", so Friedel Piech, Schriftführer.
Eine Winterwanderung, die ähnlich viele Besucher hat, wird stets im Januar angeboten, damit die Menschen aus dem Ort die Wanderwege besser kennenlernen. Da Veldenz auch eine Weinbaugemeinde ist, unterstützen die Heimatvereinsmitglieder auch in diesem Zusammenhang. Am Weinfest der Mittelmosel in Bernkastel-Kues stehen sie am Weinstand. Aktuell restaurieren sie den Stand. "Die Theken sind beispielsweise in die Jahre gekommen, die Bilder müssen aktualisiert werden", berichtet Günter Pelzer, Schriftführer. Auch beim Veldenzer Weinfest helfen sie an den Ständen mit. Dass die Mitglieder so aktiv sind, ist nichts Neues, denn das Veldenzer Weinfest haben sie bis 1998 selbst veranstaltet, und das Carlsberg-Weinbergshäuschen bewahrten sie vor 20 Jahren vor dem Verfall, indem sie es aufwendig restaurierten.
Doch nicht immer konnten alle Ideen umgesetzt werden. Ein Kinderwingert war vor Jahren einmal angedacht, konnte aber aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden.
Wichtig ist dem Verein, etwas für alle Generationen zu tun, und etwas, das für die Dorfbewohner und die Touristen attraktiv ist. Dafür haben sie viele kleine Ecken im Ort mit Grün verschönert, unter anderem einen Rhododendron-Garten angelegt.Für die jüngeren Einwohner gibt es am Neubaugebiet "Zum Sonnenberg" einen neuen Spielplatz, Trimm-Dich-Geräte für alle, und aktuell wird am Bouleplatz gebaut. "Es soll ein Begegnungsplatz werden, wo Alt und Jung sich gerne treffen", so das Ziel, berichtet Rainer Kruft, zweiter Vorsitzender.
Das Geld für die Finanzierung der Aktionen kommt aus den Mitgliedsbeiträgen, den Weinfesten und Sponsoren. "Für gute Ideen findet man immer Menschen, die Zeit oder Geld geben", so Pelzer. Auch über neue Mitglieder würde man sich freuen. Werben will er auch für die Einführung von Aktionstagen zur Landschaftspflege. Dabei sollen drei- bis viermal pro Sommersaison Veldenzer zusammenkommen, um die Grünanlage und Wanderwege instandzuhalten. Arbeit und Ideen wachsen also weiter nach.
Extra

In diesem Jahr plant der Verein eine Jahresfahrt ins Rheingau. Sie wird am Donnerstag, 28. August, stattfinden. Dabei werden das Römerkastell Saalburg, die Nero-Bergbahn in Wiesbaden und eine orthodoxe Kapelle besichtigt. In Wiesbaden gibt es Gelegenheit zum Besuch der Altstadt oder dem Kurpark. Das Kloster Eberbach steht zum Abschluss auf dem Programm. Ein Abendessen gibt es nach Karte. Anmeldungen und weitere Informationen bis 15. Juli bei Günter Pelzer, Telefon: 06534/213. chb