Mit Lederhose und Filzhut an der Lieser

WITTLICH. (peg) Das 14. Oktoberfest ist eröffnet. Bis zum 5. November heißt es nun: Hoch die Tassen und zünftig auf die drallen "Waderln" geklatscht.

Es soll ja Menschen geben, die sich für jeden Anlass die passende Kleidung leisten. Am Freitag konnte man bereits die ersten dieser Spezies beobachten, die mit Trachtenjanker, Lederhose, Filzhut und Edelweißkettchen zum Fassanstich des Wittlicher Oktoberfests gekommen waren. Spätestens zum alten Holzmichel standen die 1200 Besucher des Premierenabends auf, hoben die Humpen und sangen mit. Zwar hat die Eifler Zunge noch Schwierigkeiten mit dem Bayrischen, doch darauf kommt es gar nicht an. Oktoberfeste sind längst kein Privileg des Alpenlands mehr: Weißbier, Hax'n, Sauerkraut und Knödel sind auch an anderen Plätzen in der Republik heiß begehrt.Security gegen Überfüllung

Bis zum 5. November können Freunde der blau-weißen Fröhlichkeit ihre Leidenschaft im Bungert-Festzelt ausleben. Dieses Zelt wartet diesmal mit allerlei Veränderungen auf: Höhere, feste Seitenwände aus Hart-PVC, ein neuer Boden, Platz für 2000 Sitzplätze, und ein zusätzlicher, allein für die Damen reservierter Sanitärbereich. Ein Security-Team sorgt dafür, dass es zu keiner Stunde übervoll sein wird im Zelt. Die Bühne wurde um 60 Zentimeter erhöht. Der neue Leiter der Bungert-Gastronomie, Mark Bastgen, hat eine Leinwand organisiert, die bis in den letzten Winkel des Zeltes erhellt, was auf der Bühne vor sich geht. Bastgen: "Ob für Speisen, Getränke oder Eintritt: Die Preise sind seit Jahren nicht erhöht worden." Dafür aber die bayrische Schmankerl-Küche um das klassische Imbiss-Programm und um einen Pasta-Stand erweitert - für jene, die trotz allem einfach keine Lust auf Weißwurst, Hähnchen, Leberkäs' & Co. haben.