1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Mit Pater Ralf Huning verlässt der letzte Steyler Missionar St. Paul in Wittlich-Wengerohr.

Kirche : Das Ende einer fast 100-jährigen Tradition: Der letzte Steyler Pater verlässt Wittlich Wengerohr

Mit Pater Ralf Huning verlässt der letzte Steyler Pater St. Paul in Wittlich-Wengerohr.

In einem festlichen Gottesdienst am ersten Fastensonntag, 1.März, um 10.30 Uhr verabschiedet sich Pater Dr. Ralf Huning in der Autobahn- und Radwegekirche St. Paul in Wittlich. Damit verlässt der letzte Steyler Pater St. Paul. Gegründet wurde das Kloster 1922 und geschlossen 2009. Als Seelsorger blieb zunächst Pater Franz-Josef Janicki in St. Paul. Er wurde 2016 von Pater R.Huning abgelöst. Nach dreieinhalb Jahren verlässt Pater Huning St. Paul und beendet damit die Steyler Präsenz in Wittlich. Allerdings will der Förderverein die Verbundenheit mit dem Steyler Missionsorden erhalten. Pater Huning hat durch seine Gottesdienste in St. Paul viele Menschen angesprochen und mit seinen vielfältigen Gesprächen seelsorgerich gewirkt. Die große Zahl der Gläubigen, die jeden Sonntag den Weg nach St. Paul findet, ist Zeichen seines Wirkens. Alle, die sich mit ihm verbunden fühlen und ihm für seine Arbeit danken möchten, sind zu dem Gottesdienst eingeladen. Dieser wird musikalisch umrahmt von Dr. Barbara Görgen-Mahler (Oboe), Michael Klink (Horn) und Dr. Karl-Heinz Musseleck (Orgel). Im Anschluss an den Gottesdient lädt der Förderverein zu einem Umtrunk ein.

Wie geht es jetzt weiter in St. Paul? Da gleichzeitig ungeklärt ist, welche Position St. Paul in der neuen, zurzeit auf Eis liegenden, Pfarrei der Zukunft Wittlich als ein Ort von Kirche einnehmen kann, und ein neuer Vertrag mit der Eigentümerin der Kirche, der Immobiliengesellschaft St. Paul, ausgehandelt werden muss, steht der Förderverein vor schwierigen Aufgaben. Die meisten Autobahnkirchen haben keine regelmäßigen Gottesdienste, und als Kulturkirche benötigt das Projekt St. Paul keinen Priester. Aber die regelmäßigen Gottesdienste waren ein besonderes Merkmal von St. Paul. Daher hat sich der Vorstand des Fördervereins bemüht, zumindest die Eucharistiefeier am Sonntagmorgen um 10.30 Uhr beizubehalten. Es ist gelungen zunächst bis zu den Sommerferien Priester für diese Gottesdienste zu finden. Für die Sonntagabende wird noch eine Lösung gesucht. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage www.autobahnkirche-stpaul.de zu finden.

Der Förderverein hofft, dass die Freunde von St. Paul auch in dieser schwierigen Situation dem Projekt treu bleiben. Am 28. Juni 2020 werden übrigens zwei Jubiläen mit einem Fest gefeiert: 50 Jahre Kirchweih St. Paul und zehn Jahre Autobahnkirche.