Mit viel Getöse in das neue Jahr

TRABEN-TRARBACH. Mit viel Getöse ins neue Jahr: In Traben-Trarbach begeisterte nach Mitternacht ein brillantes Höhenfeuerwerk von der Grevenburg, und die Stadtgarde "Sponheimer Musketiere" ließ es gestern Nachmittag so richtig krachen. Schüsse aus Pistolen, Musketen und Kanone "Babsi" vertrieben die bösen Geister, auf dass es dem Städtchen im 100. Jahr seines Bestehens wohl ergehen möge.

Viele Schaulustige hatten sich gestern am Stadthaus "Alter Bahnhof" zur Begrüßung des neuen Jahres eingefunden und die Gäste durften sich über einen kostenlosen Umtrunk aus einem Weinglas in limitierter Auflage freuen, das auf das Jubiläum der Doppelstadt in diesem Jahr hinweist und die Unterschrift von Stadtbürgermeister Alois Weber trägt. Dieser wünschte allen Anwesenden ein gutes, erfolgreiches und gesundes Jahr 2004 und wies darauf hin, dass das Einschießen des neuen Jahres schon Tradition habe. Ein Wort des Dankes richtete er an den Verein Traben-Trarbach Aktiv (TTA), der die Jahreszahl "2004" groß und leuchtend auf der Grevenburg installieren ließ, die sich nun als weiteres Glanzlicht neben der angestrahlten Ruine über der Stadt hervorhebt.Ein kurzer Überblick über die im Jubiläumsjahr zu erwartenden Veranstaltungen in Traben-Trarbach und Webers Dank für den regen Zuspruch am Neujahrsschießen rundeten die Ansprache des Stadtbürgermeisters ab.Auch Stadtweinkönigin Roxanne I. begrüßte die Gäste am Alten Bahnhof und hob hervor, dass der Wein- und Wettergott es im vergangenen Jahr besonders gut gemeint habe und ein besonders edles Tröpfchen heranreife, mit dem sich gut feiern ließe. Nach Schüssen aus Pistolen und Musketen schritt Kanonier Bernd Bockelmann zur Sache und "fütterte" die Kanone mit reichlich Schwarzpulver und einer Gummi-Ente. Zweimal krachte und rauchte es gewaltig auf dem Bahnhofs-Vorplatz, und die gelbe Ente schaffte den Flug weit über die Straße hinter parkende Autos, wo sie Musketier Peter Storck mit seiner Muskete "aufspießte" und wieder zurückbrachte. Im Jubiläumsjahr war das Neujahrsschießen erstmalig vom Moselufer ans Stadthaus "Alter Bahnhof" verlegt worden, aber einige Gäste waren sich einig, dass die Begrüßung des neuen Jahres am Fluss doch weitaus stimmungsvoller sei als auf dem großen Parkplatz in der Stadt. Am Moselufer bezaubere nicht nur der Blick auf das Trabener Ufer und die Grevenburg, die Atmosphäre sei dort einfach schöner.