Mit vielen Gästen in den Ruhestand

Mit vielen Gästen in den Ruhestand

Walter Densborn und Hans-Werner Steffen wurden in einer Feierstunde aus dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes verabschiedet. Hochrangige Gäste waren vor Ort. Einer hatte ein besonderes Geschenk dabei.

Wittlich "Mein Gott, mit 77 Jahren endlich Präsident. Nicht lange, aber immerhin." So eröffnet Walter Densborn seine Rede. Hintergrund: In der Satzung des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes wurde erst vor kurzem der erste Vorsitzende in Präsident umbenannt. Der scheidende Präsident begrüßt die geladenen Gäste. Zu jedem hat er einen kleinen Zusatz oder eine Anekdote. Dabei schaut er den Menschen in die Augen, lächelt charmant bis verschmitzt und unterstreicht seine Worte mit den entsprechenden Gesten.
Bei der Vorstellung der Vertreter aus dem Landesverband bezeichnet er sich selbst als "kleinen Revoluzzer", als er in seinen Anfangsjahren seines Vorsitzes tätig war. "Doch dann hat sich die Zusammenarbeit stetig vertieft", so der scheidende Präsident. Seinen hauptamtlichen Geschäftsführer Hans-Werner Steffen verabschiedet er als einen Mann der ruhigen Hand, der Verantwortung übernommen hat, seit seiner Jugend ehrenamtlich im DRK tätig ist und der selbst in seiner Freizeit den Rasen des DRK-Geländes mäht oder einen Fahrdienst übernimmt.
"Eine besondere Herausforderung war der Fuhrpark des Kreisverbands, bei dem er immer sehr genau hingesehen hat, was an Autos angeschafft wurde. Das hat dem Verband sehr gut getan, aber manchem kam es sehr sparsam vor", erklärt er mit Schalk in der Stimme. Besonders stolz ist er auf die Gesamtleistung des DRK und die von Steffen bei der Flüchtlingshilfe, als die Auffangeinrichtung (Afa) in Wittlich unter der Leitung des DRK geführt wurde. "Wir brauchen nicht sauer zu sein auf die Kanzlerin, wenn sie sagt, wir schaffen das, denn wir haben es geschafft", so Densborn. Dann wendet er sich persönlich an den scheidenden Geschäftsführer: "Hans-Werner, du bist ein Beispiel für gelebte Menschlichkeit, warst ein Glücksfall für das Deutsche Rote Kreuz."
Ulf Hangert, der Densborn ehrenamtlich im Amt folgen wird, beginnt seine Rede so: "Walter Densborn erfährt viel Anerkennung und Respekt, die man sich aber erst erarbeiten muss." Er skizziert Densborns Eckdaten und Werdegang beim Deutschen Roten Kreuz mit dem Beginn der Behindertenhilfe in 2002, dem Bau der Rettungswachen in Morbach, Wittlich, Andel, der Einrichtung der Tagespflege, dem Erwerb der Räumlichkeiten im Fürstenhof Wittlich und die Aufnahmeeinrichtung für die Flüchtlinge.
"Und das alles ehrenamtlich", wie Hangert betont. "Du wirst in den Herzen der Menschen einen Platz haben", erklärt er abschließend, was von den Besuchern mit viel Applaus unterstrichen wird. Landrat Gregor Eibes hat für Walter Densborn ein besonderes Geschenk mitgebracht, ein Bild der Manderscheider Burgen, gemalt von Tony Munzlinger. Eibes betont, dass sich Densborn und Steffen gefunden und sich Haupt- und Ehrenamt in einer vorbildlichen Weise ergänzt hätten. Und wieder stehen die Besucher und applaudieren.
Zur Feier gekommen sind auch Anke Marzi als Vertreterin des Landesverbands, Herbert Schneiders vom DRK Bezirksverband, die stellvertretenden Vorsitzenden des DRK Wittlich, darunter Erwin Haussmann und Peter Zenner. Weitere Gäste sind die Bürgermeister der Verbandsgemeinden des Kreises, Geschäftsführerkollegen des DRK und deren Tochtergesellschaften, Ortsvereinsvorsitzende, Landtagsmitglieder, Vertreter der Polizeiinspektion Wittlich, mit denen man zur Zeit der Afa eng zusammengearbeitet hat sowie ehemalige und langjährige Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes.
Musikalisch umrahmt wird die Feierstunde vom Blockflötenensemble der Kreismusikschule unter der Leitung von Marianne Jostock. Für die Bewirtung sorgen Hotelfachschüler der Berufsschule Bernkastel-Kues.