Mit Zuschuss zu schnellem Internet
Wittlich · Einst war die Anbindung an ein gutes Straßennetz ein wichtiges Ansiedlungskriterium für Betriebe. Längst ist auch der Zugang zu schnellen Datenautobahnen entscheidend: Letzteres gab es im Wengerohrer Industriegebiet nicht. Das soll jetzt geändert sein.
Wittlich. Ein Teil der Gemarkung Wengerohr liegt, was den schnellen und leistungsfähigen Zugang zum Internet angeht, nicht mehr quasi hinter dem Mond.
Prinzipiell ist das auf weiter Flur nicht wirklich tragisch, aber in einem Industrie- und Gewerbegebiet heutzutage ein massiver Standortnachteil. Damit konnte man jedoch in Vor-Internet-Zeiten, als der Grundstein für die Flächen in Wengerohr gelegt wurde, nicht rechnen. Heute ist der Austausch von Informationen via Internet auch für Firmen existenziell.
Und weil die Stadt Wittlich weiterhin Betriebe für die immer größer werdenden Industrie- und Gewerbegebiete Wengerohr und Wengerohr-Süd als Standorte begeistern will, hat der Wittlicher Stadtrat einen Beschluss gefasst.
Wer für die sogenannte Breitbandversorgung, die nur funktioniert, wenn es ein entsprechendes Glasfaserkabel im Boden gibt, sorgt, kann mit einem Zuschuss rechnen. Dafür hat der Stadtrat insgesamt 370 000 Euro bewilligt. Die Firma Inexio wollte mit dieser finanziellen Hilfe für den Glasfaseranschluss sorgen.
"Mit Vertrag vom 10. April 2014 hat sich die Firma Inexio KGaA aus Saarlouis dazu verpflichtet, innerhalb von 18 Monaten ein Hochgeschwindigkeitsnetz im Bereich der Industriegebiete Wengerohr und Wengerohr-Süd zu errichten. Im September hat uns die Firma Inexio über den Abschluss der Tiefbauarbeiten informiert.
Zu diesem Zeitpunkt waren noch die technische Anbindung und die Schaltung der Glasfasern zu erledigen", informiert Jan Mußweiler, Pressesprecher der Stadtverwaltung Wittlich auf TV-Nachfrage zum aktuellen Stand und: "Die weitere Nachfrage bei der Firma Inexio hat ergeben, dass diese inzwischen Kunden in den Industriegebieten Wengerohr und Wengerohr-Süd mit schnellem Internet versorgt. Hinsichtlich der Auszahlung des Zuschusses muss die Firma Inexio noch verschiedene Unterlagen der Stadtverwaltung vorlegen." sos