Mitfahrerbänke für Morbach

Früher hieß es Trampen, heute werden Mitfahrerbänke aufgestellt: ein Projekt für mehr Mobilität.

Morbach/bernkastel-Kues (red) Für Menschen in Orten, die kein Auto besitzen, wird selbst ein Einkauf im Nachbardorf zur logistischen Herausforderung. Sie sind angewiesen auf Freunde, Verwandte und Nachbarn oder auf den öffentlichen Nahverkehr. Um eine zusätzliche Möglichkeit der Mitfahrt einzurichten, ist vorgesehen, in den Ortschaften Bänke mit einer einheitlichen Farbe aufzustellen. Neben jeder dieser Bänke soll ein Schild aufgestellt werden, auf dem man mittels Umklappfunktion anzeigen kann, wohin man gerne mitgenommen werden möchte.
So kann jeder, der an der Bank vorbeifährt, spontan entscheiden, ob er heute einen Mitfahrer mitnehmen möchte oder lieber nicht. Für die Rückfahrt wird selbstverständlich auch in Morbach und in Bernkastel-Kues eine vergleichbare Bank aufgestellt. Die Mitfahrerbank ist somit ein Treffpunkt für spontane Fahrgemeinschaften. Wer nicht mit einem Fremden fahren möchte, der wartet einfach, bis ein bekanntes Gesicht anhält.
Die Kosten für eine Bank belaufen sich voraussichtlich auf 650 Euro zuzüglich des Pfostens und der Schilder. Es ist vorgesehen, dass diese je zur Hälfte von der Gemeinde und dem jeweiligen Ortsbezirk (Budgetmittel oder Spenden) getragen werden.
Das Projekt wurde im Haupt- und Finanzausschuss der Einheitsgemeinde Morbach als Beschlussvorlage für den Gemeinderat vorgeschlagen.