Mittelmosel-Halle in Kröv wird saniert

Mittelmosel-Halle in Kröv wird saniert

Die Kröver sind bekannt dafür, dass anstehende gemeindliche Probleme möglichst sofort angepackt und gelöst werden. Umso erstaunlicher ist der Fall der geplanten Sanierung der Mittelmoselhalle: Hier hat sich der Rat ungewöhnlich viel Zeit gelassen, um die Sanierung der in der Mitte des Ortes befindlichen Mittelmoselhalle (früher Raiffeisenhalle) zu beschließen.

Kröv. Durch den "alten" Gemeinderat unter Ortsbürgermeister Elmar Trossen wurde das Thema "Sanierung der Mittelmoselhalle" angegangen. Hier wurden bereits im Haushaltsplan 2009 entsprechende Haushaltsmittel bereitgestellt. Der Rat war damals der Auffassung, dass für die Halle, in der sich auch das Vereinshaus der Kröver Vereine befindet, substanzerhaltene Sanierungsarbeiten erforderlich sind.

Bis zuletzt Änderungswünsche



Mit der Erarbeitung der Förderunterlagen hatte das Ingenieurbüro Simon aus Kinderbeuern die notwendigen Maßnahmen dargelegt und gleichzeitig die vorhandenen Mängel aufgezeigt. Ursprünglich war geplant, die Wärmedämmung der Saaldecke, Schrägen und Giebel, Überarbeitung der tragenden Deckenkonstruktion für Dämm- und Verkleidungsmaßnahmen, Deckenverkleidung mit Mineralfaserplatten sowie Schallschutzmaßnahmen vorzunehmen. Daneben sollte in einen geeigneten Bodenbelag investiert werden. Die Kosten sollen sich nach Ermittlung des Ingenieurbüros auf 186 500 Euro belaufen. Gleichzeitig wurden Ende 2009 Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm II beantragt.

Zwischenzeitlich war die Sanierung der Mittelmoselhalle Gegenstand von mehreren Sitzungen. Dabei wurden die verschiedensten Meinungen geäußert - die immensen Kosten für die Gemeinde, Änderungen des Sanierungsplanes, Frage von Materialien und vieles mehr. Bis zuletzt wurden Änderungswünsche an dem Sanierungsplan geäußert, ehe Ortsbürgermeister Günter Müllers in der jüngsten Sitzung zur Entscheidung drängte. Zuvor hatte Otto Maria Bastgen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf, dem Rat klargemacht, dass die Gemeinde wegen ihrer derzeitigen finanziellen Lage auf Jahre hinaus für diesen Zweck keine Genehmigung erhalten werde. Deshalb sollte man jetzt die Fördermittel vom Land in Höhe von 93 000 Euro nutzen, um die Maßnahme auszuführen.

Letztendlich beschloss der Gemeinderat mit vier Gegenstimmen die geplante Sanierung durchzuführen. Die notwendigen Ausschreibungen werden in Kürze erfolgen.