Modehaus kommt in Familienhand

WITTLICH. (sos) Zentrale Lage am Markt und ein traditionsreicher Name, der dieses Jahr für viele Gerüchte sorgte: Jetzt sind Spekulationen um die Zukunft des Modehauses Freckmann vom Tisch. Das Geschäft wird vom Inhaber geführt: Jenny Freckmann-Klas und Paul Klas sind die neuen Geschäftsführer.

"Jetzt geht es in der dritten Generation weiter", sagt Paul Klas. Er ist seit diesem Monat mit seiner Frau Jenny Freckmann-Klas Geschäftsführer des Modehauses. Damit bleibt das Unternehmen, das über 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf insgesamt über 5000 Quadratmetern im Herzen der Stadt besitzt, nicht nur in Familienhand. Alle 45 Mitarbeiter können aufatmen, die ihre Arbeit behalten werden. Die vier früheren Gesellschafter wurden durch die neuen Geschäftsfüher sowie Jos Wortel-Boer ersetzt. Auch ein Familienmitglied. Wortel-Boer ist ein Onkel von Jenny Freckmann-Klas. Der Niederländer kennt das Geschäft, hat selbst vor 50 Jahren im Haus gearbeitet. Auch Kauffrau Jenny Freckmann-Klas hat sechs Jahre im Betrieb gewirkt. Ihr Vater Ernst-Joseph Freckmann war bis 1983 über 25 Jahre ebenfalls Geschäftsführer. So schließt sich der Kreis. "Mein Vater war mit Herzblut dabei. Dass alles in Familienhand bleibt und nicht zerschlagen wird, das ist mir die Sache wert", sagt Jenny Freckmann-Klas zu ihrer neuen Aufgabe. "Wir sind erleichtert, dass wir diese Firma retten konnten. Wittlich ist ein guter, ausbaufähiger Standort und hat Zukunft. Es gibt viele Franchise-Unternehmen, die interessiert sind, hier Fuß zu fassen. Und was mit Einkausfzentrum, im Konversionsgebiet und auch durch das künftige Rathaus passiert, das sind begrüßenswerte Sachen", sagt Paul Klas, ebenfalls Geschäftsmann und im internationalen Bauelementehandel tätig. Früher hieß ein Spruch, "Freckmann, bekannt in Stadt und Land". Auf den Markennamen will man aufbauen, als Team mit dem erfahrenen Personal. Die neue Geschäftsführerin hat übrigens an ihre Kindheit im Modehaus eine besondere Erinnerung: "Wir vier Geschwister durften sonntags immer hier spielen und uns nach der Messe als Schaufensterpuppen ins Fenster stellen. Das Schwierigste war, nicht zu lachen."