Moderne Funktechnik auf dem Dach der Steinkopfhalle

Gleich dreimal hat sich der Gemeinderat Malborn in seiner jüngsten Sitzung mit Antennen und moderner Funktechnik beschäftigt. Unter anderem wird auf dem Dach der Steinkopfhalle die vorhandene Antenne mit UMTS-Technik aufgerüstet: Malborn soll zu einem sogenannten Hotspot werden, einem öffentlichen Zugangsort fürs Internet.

Malborn. (doth) Rund 550 Meter hoch liegt das Dach der Steinkopfhalle in Malborn, ein guter Punkt, um Antennen zu installieren. Eine der dort installierten Funkanlagen gehört der Deutschen Funkturm GmbH (DFMG) aus Münster. Um UMTS-Technik (Universelles mobiles Telekommunikations-System) der dritten Generation auf dem Hallendach anbringen zu dürfen, wurde mit der Ortsgemeinde ein neuer Vertrag geschlossen.

"Ich habe nachverhandelt. Wir bekommen jetzt 250 Euro Pacht im Monat", teilt Ortsbürgermeisterin Gabriele Neurohr ihrem Rat in der jüngsten Sitzung mit. Ist die 16,50 Meter hohe Antenne erst einmal installiert, werden Datenübertragungsraten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde möglich. Schnurlos kommen Nutzer ins Internet, auch im Freien. Nur ein spezieller Chip muss in den Computer gesteckt werden. Inzwischen hat sich auch Vodafone bei Bürgermeisterin Neurohr gemeldet und abgefragt, ob eine Umrüstung möglich sei. Für die bisherige Antenne zahlt der Anbieter jeden Monat 250 Euro in die Malborner Kasse. Eilig hat es Vodafone jedoch nicht damit. "In den nächsten zwölf Monaten soll uns ein konkretes Angebot unterbreitet werden, wieviel dem Unternehmen die Nutzung des Daches im Monat wert ist", so Neurohr.

In Sachen Breitbandkabel in der Ortsgemeinde hat sich die Telekom als einziger Anbieter gemeldet. Möglich werden sollen dank Glasfasertechnik Übertragungsraten bis zu 16 000 Kilobit pro Sekunde, ein Vielfaches der bisherigen Leistung der Leitungen. Der Haken: Die Telekom berechnet zum Ausbau dieses Systems eine "Deckungslücke" von 147 000 Euro.

Gemeinde hofft auf 90-prozentige Förderung



"Wir haben über die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) beim Land einen Antrag auf 90-prozentige Förderung gestellt", machte die Bürgermeisterin klar, wo der Löwenanteil der Summe herkommen soll. Die restlichen zehn Prozent, immerhin 14 700 Euro, sollen mit dem Ortsgemeindehaushalt gestemmt werden. Rund 750 Haushalte warten laut einer Umfrage von Ratsmitgliedern in Malborn und Thiergarten auf den schnellen Weg ins Internet.

Ein Bewilligungsbescheid der ADD in Trier lag bei der Sitzung noch nicht vor. Doch die Zeit drängt. Die Telekom hat die Frist für die Auftragserteilung auf den 21. August festgesetzt. Wichtiger Vertragsbestandteil ist die Realisierung der modernen Breitbandversorgung innerhalb eines Jahres ab Vertragsabschluss. Jetzt wartet die Bürgermeisterin auf Post aus Trier.

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