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Morbacher Gemeinderat berät mehrere Bauvorhaben

Kommunalpolitik : Bauherren können bald loslegen

Der Schwerpunkt der jüngsten Sitzung des Morbacher Gemeinderats lag auf Bauvorhaben. Morscheid-Riedenburg stand dabei mehrfach auf der Tagesordnung.

Wer in Morscheid-Riedenburg bauen will, dürfte bald loslegen können. Der Gemeinderat Morbach hat in seiner jüngsten Sitzung die Erschließung von Bauland „Hinter St. Cuno“ beauftragt. Die Arbeiten im Umfang von insgesamt 456 326 Euro übernimmt die Hermeskeiler Firma Nikolaus Breit. Sie reichte das wirtschaftlichste Angebot für Baustraße, Kanal- und Wasserleitungsarbeiten ein.

Zugunsten dieser Fläche, von der Ortsdurchfahrt gesehen links der St.-Cuno-Kapelle, sind 6700 Quadratmeter „In der Weizelwies“ hinter dem Bürgerhaus nun wieder landwirtschaftliche Fläche. Der von der Gemeinde geänderte Flächennutzungsplan trägt dem seit Jahren verfolgten Grundsatz „Innen- vor Außenentwicklung“ Rechnung.

In diesem Sinne ist nun auch ein Teil des seit 1971 rechtskräftigen Baugebietes „Gonzerath I – Klettbachtal“ aufgehoben, damit sich dort Baulücken schließen. Ebenfalls vorangekommen ist der Bebauungsplan „Wenigerath – An der Rapperather Anwand“. Für beide Vorhaben sind Anregungen und Bedenken im Rahmen der Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden berücksichtigt und Satzungen beschlossen. Ebenso wie für den Bebauungsplan „Hoxel V – Landesweg“. Bauarbeiten in Gonzerath und Wenigerath sollen noch 2020 ausgeschrieben werden.

Für die Fläche „Morbach XVII – Hambuch“ kommt eine reduzierte Entwurfsplanung zum Tragen. Die laut Bürgermeister Andreas Hackethal zuvor deutlich größere Fläche wird auf den aktuellen Erweiterungsbedarf des dort ansässigen Bauzentrums begrenzt.

Um Bauherren in Gonzerath, Morscheid und Wenigerath Kelleranschlüsse zu erleichtern, sollen Wasser- und Abwasserleitungen tiefer als ursprünglich geplant verlegt werden. Der Rat folgt damit Beschlüssen in den Ortsbeiräten, was Anpassungen der aktuellen Jahrespläne erfordert. Die Wirtschaftspläne der Werke der Gemeinde waren ebenso zu ändern wie der Haushaltsplan, in dem zudem die Mehrwertsteuersenkung infolge der Corona-Pandemie berücksichtigt ist.

Bei der Wasserversorgung steigen die Ausgaben um zirka 40 000 Euro, einschließlich einer neuen Wasserleitung in Rapperath. Die Abwasserversorgung wird 88 000 Euro teurer, inklusive Arbeiten im Gonzerather Baugebiet „In der Geisch“.

Schon zuvor im Haushaltsplan enthalten waren nun beauftragte Umbau- und Sanierungsarbeiten in der Morscheider Grundschule Blandine-Merten. Insgesamt wurden Aufträge im Umfang von 402 711 Euro erteilt. Abbruch-, Erd-, Maurer-, Betonarbeiten übernimmt für 122 947 Euro das Morbacher Bauunternehmen Herlach, Elektroarbeiten für 167 077 Euro Andreas Lautz, Bruchweiler (Kreis Birkenfeld) und die Heizungsinstallation für 112 687 Euro Schöpke-Wenz, ebenfalls aus Bruchweiler.

Alle Beschlüsse des Gemeinderates fielen einstimmig, einige wenige bei ein bis drei Stimmenthaltungen. Hatten Ortsbeiräte nicht schon vorab getagt, beschloss der Gemeinderat vorbehaltlich ihrer Entscheidungen.

Auf Unverständnis trifft nach wie vor die geringe Förderung der Schulsanierung in Morscheid. Räte kritisierten die trotz an die zwei Millionen Euro Investitionen vom Land verwehrte Aufnahme ins Generalsanierungsprogramm. Da in Morscheid kontinuierlich renoviert wurde, lagen die sogenannten zuschussfähigen Kosten unter der dafür erforderlichen 50-Prozent-Marke.

Mit Arbeiten zur Straßenunterhaltung in der Gemeinde Morbach wurde außerdem in der Gemeinderatssitzung die Firma Juchem Asphaltbau aus Niederwörresbach (Kreis Birkenfeld) für 134 718 Euro beauftragt.

Zum wiederholten Male erörtert wurden außerdem Bebauungsplan-Vorschriften zu Steingärten. Versiegelte Flächen sind zwar nicht gern gesehen, Bauherren sollen aber auch nicht zu sehr in Freiheiten beschnitten werden.