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Morbacher Integrierte Gesamtschule soll naturnahe Spiel- und Ruhebereiche bekommen

Schule : Trister Schulhof soll schöner werden

Gemeinsam mit einem Verein, der auf die Gestaltung von Freiflächen in Schulen und Kindergärten spezialisiert ist, wollen Schüler und Lehrer der Morbacher Integrierten Gesamtschule naturnahe Spiel- und Ruhebereiche schaffen.

Die Hitze hat Eric Nykiel, Organisationsleiter der Morbacher Integrierten Gesamtschule (IGS), einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn eigentlich sollten die Schüler noch vor den Schulferien erarbeiten, wie sie ihren Schulhof gestalten wollen. Doch aufgrund des verkürzten Unterrichts war dieser Workshop  nicht möglich und soll nach den Sommerferien nachgeholt werden.

Die derzeitigen Asphaltflächen wirken wenig einladend. Auf dem Schulhof der ehemaligen Hauptschule liegen lose Steine in tiefen Löchern. Das soll zum einen durch den Schulträger abgestellt werden. Es sei beabsichtigt, 2020 den ehemaligen Pausenhof der Hauptschule mit einer neuen Asphaltdecke zu versehen und einen Teil mit naturnahen Spielgeräten zu bestücken, sagt Monika Scheid von der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich. Ferner sollen Teile des oberen Schulhofs im Bereich des neuen Treppenturms asphaltiert werden. Dafür seien rund 80 000 Euro vorgesehen.

„Durch ein ansprechendes und funktionales Schulhofgelände erhöht sich der Wohlfühlfaktor der Schüler und Pädagogen“, begründet sie die Überarbeitung.

Doch laut Nykiel soll das nicht alles sein. Gemeinsam mit dem Verein Naturspur aus der Vorderpfalz sollen die Schüler selbst ein Konzept erstellen, welche Spielgeräte aus Holz gebaut und wie weitere Geländeveränderungen wie die Einrichtung von Ruhezonen umgesetzt werden. Etwa ein Viertel bis ein Drittel des bisherigen Schulhofs sei für eine naturnahe Gestaltung vorgesehen. Damit die Spielgeräte aus Holz lange halten, sollen diese aus Robinienholz hergestellt werden. Bürgermeister Andreas Hackethal wolle das Projekt unterstützen, indem er dafür Stämme aus dem Morbacher Forst zur Verfügung stellt, sagt Nykiel.

Allerdings ist die IGS bei der Finanzierung des Projekts ansonsten auf sich selbst gestellt. Die Kreisverwaltung sagt, die Schule wolle den naturnahen Bereich aus Einsparungen aus anderen Budgets finanzieren. Ferner hoffe die IGS auf Spenden.

Jetzt wollen sich die 90 Schüler und 20 Lehrer am 29. August zusammensetzen, um Wünsche auszuarbeiten und auszuloten, was auf dem Schulhof umgesetzt werden kann.