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Morbacher Kindergarten produziert Solarstrom

Morbacher Kindergarten produziert Solarstrom

Fast die gesamte Energie der neuen Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kindergartens "Schulstraße" wird in der Einrichtung selbst und in der nahegelegenen Grundschule verwendet. Die Kosten der Anlage teilen sich die Gemeinde und das Land.

Morbach. Der Kindergarten "Schulstraße" und die Grundschule Morbach beziehen ihren Strom seit kurzem aus einer eigenen Photovoltaikanlage, die auf dem Dach des Kindergartens installiert ist. Zusammen mit dem Anschluss an das Nahwärmenetz, der 2014 erfolgt ist, sparen die beiden Einrichtungen nun nach eigenen Angaben 110 Tonnen CO2 pro Jahr. 95 Prozent des Stroms aus der neuen Photovoltaikanlage soll im Kindergarten und in der Grundschule verbraucht werden.
Das Vorhaben wurde erstmals 2014, im Zuge der Generalsanierung des Kindergartens, diskutiert. Im Rahmen des Landeswettbewerbs "Regionalentwicklung von Hahn und Hunsrück" hat die Gemeinde Morbach diese Überlegung aufgegriffen und die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher als Projektvorschlag beim Wirtschafts- und Energieministerium in Mainz eingereicht. Das Ministerium hat daraufhin die Förderung der Anlage in Höhe von 24 500 Euro bewilligt. 15 500 Euro des 40 000 Euro teuren Projekts trägt die Gemeinde Morbach.
Ab Oktober vergangenen Jahres wurde die Anlage installiert, inzwischen ist sie in Betrieb. Im Jahr erzeugt die Anlage 14 000 Kilowattstunden Strom.
Speicher sorgt nachts für Strom


Zur Photovoltaikanlage gehört ein Stromspeicher, der die Grundlast in den Nachtstunden abdeckt, wenn keine neue Energie gewonnen werden kann. Die Gemeindeverwaltung Morbach erwartet, dass fast der gesamte produzierte Strom in den Verbrauch von Kindergarten und Grundschule fließt.
Da die beiden Einrichtungen seit zwei Jahren an ein Nahwärmenetz angeschlossen sind, werden sie sowohl was die Wärme, als auch was den Strom angeht, mit erneuerbaren Energien versorgt. red