Morbacher Kirmes: eine ganz familiäre Großveranstaltung

Morbacher St.-Anna-Kirnes : Eine ganz familiäre Großveranstaltung

Auch in diesem Jahr hat die Morbacher St. Anna Kirmes an den beiden ersten Tagen viele Besucher angelockt. Dabei haben die Morbacher vom Wetter profitiert: Die Unwetter gingen woanders nieder.

Ausnahmezustand in Morbach: Tausende Besucher haben Freitag und Samstag die Morbacher Kirmes besucht. Die Hunsrücker haben dabei auch vom Wetter profitiert. Denn während am Freitag unweit von Morbach Hagelkörner vom Himmel fielen, sind die ersten beiden Abende der Morbacher Kirmes, abgesehen von einem kurzen Sprühregen am Freitagabend, überwiegend trocken geblieben. So konnten die Morbacher im Ortskern ungehindert ihre St. Anna-Kirmes feiern.

Eröffnet wurde die Kirmes von den beiden stellvertretenden Ortsvorstehern Serge Anthony und Andreas Scheit. Während Anthony mit dem ihm eigenen französischem Charme die Besucher zur Kirmes „zu Ehren unserer Schützpatronin St. Anna“ willkommen hieß, erledigte Scheit den Fassanstich routiniert mit wenigen Schlägen. „Schön, dass wir die St. Anna-Kirmes im Dorf feiern können“, sagt der Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal. „Das ist das Markenzeichen dieser Kirmes.“

An den ersten beiden Abenden begaben sich die vielen Besucher auf den Rundlauf rund um die St. Anna-Kirche, die wieder einen bunten Mix der verschiedensten Attraktionen bietet. Da sind die Karussells und Buden der Schausteller, deren Familien treue Beschicker der Morbacher Kirmes sind und teilweise seit mehr als 100 Jahren nach Morbach kommen. Über vier Plätze verteilt sind die vier Musikbühnen und die vielen Getränkestände, die von Morbacher Vereinen und Gastronomen organisiert und mit Hilfe von zahlreichen Sponsoren finanziert werden.

Dabei ist die Musik höchst unterschiedlich, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Beispielsweise am Samstagabend: Dort spielen in der Birkenfelder Straße Frantic stimmungsvolle Rockklassiker, während bei der Feuerwehr die Band Langermütze Coversongs aus dem Popbereich spielt.

Auf der Bühne des Musikvereins lassen die Kupesfelsmusikanten die Zuschauer mit stimmungsvollen Blasmusikstücken mittanzen, während in der Bernkasteler Straße erst die Schüler einer Morbacher Musikschule die Besucher anlocken und anschließend Proof deftigen Hardrock abliefert. Und wer zu Musikhits und Gassenhauern bei einem Caipirinha einfach nur feiern und mitsingen will, ist beim Stand der Morbacher Handballer richtig aufgehoben.

Auch die Schausteller wissen die Morbacher Kirmes zu schätzen. „Das ist hier ein sehr schöner Rundlauf“, sagt Thomas Rosskopf, der mit seinem Auto-Scooter das zweite Jahr in Morbach ist. Zudem gehe es sehr familiär zu. „Man merkt, dass die Morbacher hinter ihrer Kirmes stehen“, sagt er. Die Familie von Werner Weeber kommt mit ihren Kinderkarussells bereits seit mehr als 100 Jahren nach Morbach. Er selbst war vor 52 Jahren erstmals an dem Platz. „Das Konzept ist gut, mit dem Mix aus Karussells, Buden und verschiedenen Musikangeboten“, sagt er. „Das Flair in der Gemeinde mit dem Rundlauf ist einmalig“, sagt sein Sohn. Wobei die Besucher der Morbacher Kirmes zwar spät kommen, aber lange bleiben. „Hier fahren die Kinder noch bis kurz vor 23 Uhr Karussell, woanders ist um 21 Uhr Schluss“, sagt er. Vera Pfeil aus Trier, deren Familie mit ihrem Mandelwagen seit 65 Jahren nach Morbach kommt, lobt ebenfalls den Rundlauf durch das Zentrum. „Hier wirkt alles zusammen“, sagt sie und es sei außergewöhnlich, dass eine Dorfkirmes ein solch gutes Musikprogramm auf offenen Bühnen biete. Pfeil: Es ist schön, jedes Jahr wiederherzukommen.“ Schön auch, dass die Morbacher Kirmes in diesem Jahr ausgesprochen friedlich verlief, wie der erste Beigeordnete Dietmar Thömmes und eine Sprecherin der Polizeiinspektion Morbach gestern Mittag bestätigen.

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