Kommunalwahl : Neue Gesichter, neue Beigeordnete

In seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl hat sich der Morbacher Gemeinderat konstituiert. Die Zahl junger Mitglieder hat zugenommen.

Mit 28 frisch gewählten Ratsmitgliedern und einem Patt zwischen CDU und FWM geht der Morbacher Gemeinderat in die neue Amtsperiode. In seiner ersten Sitzung verpflichtete der wieder gewählte Bürgermeister Andreas Hackethal die Ratsmitglieder per Handschlag.

Das Gremium setzt sich aus den Fraktionen der CDU (10 Sitze), Freie Wählergruppe Morbach (10 Sitze), SPD (3 Sitze), Grüne (3 Sitze) und FDP (2 Sitze) zusammen. In der vorangegangenen Wahlperiode hatte die CDU zwölf, die FWM acht Sitze. Den Sprecherposten der CDU übergab Jürgen Jakobs an den jüngeren Manuel Blatt.

Die FWM-Fraktion wird in Zukunft Achim Zender vertreten. Zender war in der vergangenen Sitzungsperiode Erster Beigeordneter der Einheitsgemeinde Morbach, verzichtete aber darauf, wieder anzutreten. Dafür übernimmt Zender das Amt des Kreisbeigeordneten im Kreistag.

Sprecher der SPD-Fraktion wird der neue Vorsitzende der Morbacher SPD, Jonas Schwarz. Schwarz ist mit 18 Jahren auch das jüngste Mitglied des Gremiums. Frank Klein vertritt die FDP-Fraktion und Bärbel Anton wird für die Grünen-Fraktion sprechen.

Achim Zender begrüßt, dass sich das Durchschnittsalter des Gremiums verringert hat: „Es ist eine super Sache, dass so viele junge Leute in Gremien sind.“

Anschließend wurden die Beigeordneten gewählt. Da Achim Zender nicht mehr antrat, hatten sich die Fraktionen in Vorgesprächen auf Dietmar Thömmes aus Gonzerath als Ersten Beigeordneten geeinigt, der mit 27 Ja- Stimmen und einer Nein-Stimme gewählt wurde. Thömmes war sichtlich bewegt über den hohen Zuspruch. „Ich nehme die Wahl an. Mir fehlen die Worte,“ sagte er.

Als Zweiten Beigeordneten wählte der Rat Karl-Heinz Erz. Von 28 abgegebenen Stimmen erhielt er 25 Ja- und drei Nein-Stimmen.

Der Posten des Dritten Beigeordneten ging schließlich an Uwe Andretta von den Grünen. Er erhielt 19 Ja-, acht Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Für Andretta war das eine Premiere und er bedankte sich für das Vertrauen in seine Person.

Damit war das Führungsgremium des Morbacher Gemeinderates komplett.

Eine erste schriftliche Anfrage in der Einwohnerfragestunde galt es dann auch schon in dieser Sitzung zu beantworten. Sie kam vom ehemaligen Gemeinderatsmitglied Rainer Stablo von den Linken, der in dieser Periode nicht mehr gewählt wurde. Stablo, selbst an diesem Abend nicht anwesend, fragte an, ob die Einheitsgemeinde Morbach einen Antrag auf Aufnahme in die Natonalparkgemeinden machen wolle, da die Gemeinde in der Nationalparkregion liege. Hackethal antwortete: „Wir sind in dieser Frage bereits aktiv geworden, der Nationalpark ist Realität geworden und einen formellen Beitritt halte ich für denkbar. Das hängt schließlich vom Gesamtpaket ab.“

Bürgermeister  Hackethal teilte zudem mit, dass die Gemeinde Morbach weiterhin ihren Titel als Luftkurort behalten könne. Alle zwei Jahre überprüft der Deutsche Wetterdienst, ob Luftkurorte ihren Titel behalten dürfen. Dabei werden verschiedene Messungen gemacht, unter anderem wird die Feinstaubbelastung geprüft.  Die jüngste Untersuchung habe ergeben, dass Morbach die Bedingungen wieder erfülle.

Neben Morbach führen in der Mosel-Hunsrück-Hochwald-Region auch die Orte Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach, Thalfang und Kell am See diesen Titel.