Morbacher stimmen für Gewerbepark in Maring-Noviand

Wirtschaft : Morbacher stimmen für Gewerbepark

Der Flächennutzungsplan muss für das interkommunale Projekt bei Maring-Noviand, das Arbeitsplätze schaffen soll, geändert werden. Deshalb müssen auch die benachbarten Kommunen zustimmen.

Die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues plant einen Gewerbepark in der Nähe von Maring-Noviand. Das Areal könnte bis zu 75 Hektar umfassen, von denen 58 Hektar gewerblich genutzt werden könnten. Nach einer Machbarkeitsanalyse ist dieses Gebiet das einzige von zwei möglichen Bereichen, in denen, nach Prüfung aller Ausschlusskriterien, überhaupt ein Gewerbepark möglich ist. Ein zweites Gebiet wäre im Norden der Verbandsgemeinde, an der Grenze zur VG Traben-Trarbach, realisierbar.

Nach einer Vorstellung im Verbandsgemeinderat, im Rat der Ortsgemeinde Maring-Noviand und einer öffentlichen Bürgerinformation geht die Planung nun durch die Gremien der Nachbargemeinden. Das Gebiet war bislang im Flächennutzungsplan als „Fläche für Landwirtschaft beziehungsweise Weinbau“ ausgewiesen. Deshalb muss der Plan nun geändert werden. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat der Einheitsgemeinde Morbach das Projekt nun bewilligt, von Seiten der Gemeinde Morbach gab es keine Bedenken. Die Beschlüsse der übrigen Gemeinden im Kreis stehen noch aus. Wenn alle Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde und der Stadtrat von Bernkastel-Kues mehrheitlich für den Flächennutzungsplan gestimmt haben, muss final der Ortsgemeinderat von Maring-Noviand darüber abstimmen. Erst dann ist er gültig.

Das Gebiet liegt südlich der Ortsgemeinde Maring-Noviand und grenzt an die Landesstraße 47 und an den Brauneberg. Auf Teilen der Fläche wird Kies abgebaut, andere Teile werden landwirtschaftlich genutzt. Es gab bereits erste Gespräche mit Besitzern der Grundstücke, wie die VG Bernkastel-Kues mitteilt. Manche Anwohner in Maring-Noviand befürchten jedoch eine stärkere Umweltbelastung ihres Ortes durch den Gewerbepark.

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