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Mosel-Team startet bei Oldtimer-Rallye

Mosel-Team startet bei Oldtimer-Rallye

Außergewöhnliche Oldtimer und viele Exoten - die Adenau Classic Rallye des ADAC zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Rallyes für historische Fahrzeuge. Sie macht an diesem Wochenende im Kloster Machern Station. Zwei Ehepaare aus Kröv sind zum ersten Mal dabei. Sie sind die einzigen Moselaner in einem Feld mit Teilnehmern von Ostdeutschland bis Dänemark. Der TV hat sie in der Werkstatt besucht.

Kröv. Hier wird noch eine Schraube angezogen - dort der Vergaser eingestellt. Rico Krämer aus Kröv macht die letzten Vorbereitungen an seinem BMW 323i aus dem Jahr 1979, bevor es zur Adenau Classic Rallye geht. In der blitzblanken Werkstatt wummert der Motor vor sich hin. Jan-Paul Driessen montiert währenddessen einen Schalensitz in seinen Peugeot 104 ZS aus dem Jahr 1982. Die beiden Ehepaare sind seit Jahren befreundet und teilen ihre Leidenschaft für Oldtimer. Sie starten in diesem Jahr erstmals bei der 26. Internationalen ADAC Adenau Classic Rallye, die von Freitag, 3. Juni, bis Sonntag, 5. Juni, zwischen Nürburgring und Moseltal stattfindet. 252 historische Fahrzeuge sind angemeldet. Die 500 Kilometer lange Strecke ist in drei Etappen aufgeteilt und führt unter anderem von Kelberg über die Eifel, Klausen, Kloster Machern und Cochem zurück nach Adenau. Am Samstag, 4. Juni, macht die Rallye Mittagsstopp am Kloster Machern, wie Alexa Fischer vom Hofgut Kloster Machern mitteilt. Dort können die Fahrzeuge ab 11.30 Uhr besichtigt werden. "Die Mittelmosel wird inzwischen auch von Oldtimerfans entdeckt, denn hier gibt es schöne Strecken. Das belebt auch den Tourismus," sagt Fischer. Ein weiterer Stopp ist an diesem Tag in Kröv ab 13 Uhr.
Das älteste Fahrzeug der Rallye ist ein britischer Morris aus dem Baujahr 1934, im Starterfeld sind Meilensteine der Autogeschichte von Mercedes, Jaguar, Porsche, aber auch Alltagsautos der 1960er und 1970er Jahre vertreten.
Schrauben liegt im Blut


Das war für Rico Krämer und Jan-Paul Driessen Grund genug, teilzunehmen. Denn die beiden Kröver sind, wie auch ihre Partnerinnen Tanjy Driessen und Sandra Krämer, Autofans. Bei Rico Krämer, der selbst eine Autowerkstatt betreibt, liegt das im Blut. "Mein Vater hat bei Peugeot in Wittlich gearbeitet und hat mich oft mitgenommen. Schon als Sechsjähriger durfte ich an Schrottautos schrauben, da war klar, dass ich eine Lehre in dieser Branche mache," erinnert sich Krämer. Sandra Krämer ergänzt: "Das Oldtimerfieber steckt auch ein bisschen an.
Viele Freunde von uns fahren auch ältere Autos." Dazu zählt auch Jan-Paul Driessen, mit dem die Krämers auch schon in der "Creme 21"-Rallye mitgefahren sind, eine spezielle Youngtimer-Rallye für Fans der 1970er Jahre. "Da hat man oft bereits eine Anfahrt von 500 Kilometern und muss zusätzliche Urlaubstage einkalkulieren.
Die Adenau Classic liegt aber fast vor der Haustür. Das ist natürlich angenehmer", sagt Sandra Krämer. Jan-Paul Driessen ergänzt: "Es ist auch unsere tolle Mosellandschaft, die für Oldtimer wie geschaffen ist. Man kann hier herrliche Kurvenstrecken fahren, es gib aber auch tolle Bergstrecken." Er sei 2003 vom, doch eher flachen, Holland an die Mosel gekommen. "Das weiß ein Holländer besonders zu schätzen", sagt er mit einem Schmunzeln auf den Lippen.
Neben dem Spaß am Motorsport und der Landschaft ist es aber auch die Begeisterung für die alte Technik, die den Reiz ausmacht, an Oldtimer-Rallyes mitzufahren. "Alte Autos haben eine überschaubare Technik, die man mit einfachen Mitteln reparieren kann. In modernen Autos müssen oft ganze Teile ausgetauscht werden," sagt Krämer und seine Frau verweist auch auf einen Aspekt, der die Umwelt betrifft: "Früher wurden Autos nachhaltiger gebaut. Da gingen viele Teile nicht so schnell kaputt wie heute, wo alles von vornherein auf eine gewisse Kilometerleistung hin entworfen wird."