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Mosel-Tourismus: Was die Region in diesem Jahr zu bieten hat

Natur und Kultur : Neue Saison an der Mosel: Das planen die Tourismusexperten

Die Tourismusexperten im Kreis Bernkastel-Wittlich haben sich für dieses Jahr einiges vorgenommen. Dabei stehen Natur, Kultur, Genießen und Familien im Blickpunkt. Das römische Erbe spielt dabei eine besondere Rolle.

Die Mosel liegt bei den Reise- und Sehnsuchtszielen ganz weit vorne. Im Jahr 2021 war sie bei der jährlichen Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus auf Platz 16 unter den 100 beliebtesten Reisezielen internationaler Gäste in Deutschland.

Deshalb schaut beispielsweise die Mosellandtouristik optimistisch auf die bevorstehende Urlaubssaison, trotz der anhaltenden Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen, wie der 2G-plus-Regel in der Gastronomie oder Reisebeschränkungen, weil Nachbarländer zu Hochrisikogebieten erklärt werden können.

In dieser Saison will die Mosellandtouristik die rheinland-pfälzische Jahreskampagne „Stein auf Stein“ in die Region hinein verlängern. Thomas Kalff, stellvertretender Geschäftsführer erklärt: „Für 2022 plant die Mosellandtouristik ihre Jahreskampagne unter dem Arbeitstitel „Steinaltes modern erleben“. Mit der Werbekampagne soll das herausragende römische Erbe mit moderner Weinarchitektur, besonderen Kulturveranstaltungen, exklusiver Weinkulinarik und modernem Kulturschaffen zur positiven Imagewerbung auf dem Inlandsmarkt und ausgewählten ausländischen Quellmärkte genutzt werden.“ Dabei setzten die Touristiker auch auf die Ausstellung „Der Untergang des römischen Reichs“, die vom Juni bis November in drei Trierer Museen zu sehen sein wird.

Thomas Kalff stellt fest, dass die Trends, die sich in den Anfängen der Corona-Zeit ergeben haben, offenbar dauerhaft greifen. „Vor allem junge Familien, die gerne aktiv sind und die Natur erleben wollen, zog es in den beiden vergangenen Jahren vermehrt an die Mosel. Dieser Trend hat sich verfestigt.“ 

Im Hunsrück setzt man weiter auf das Thema Wandern. Dort wird im Mai der Premium-Genuss-Wanderweg, eine Traumschleife eröffnet. Sehr gefragt sind kulinarische Wanderevents, beispielsweise mit Wandern und Wild, Wandern und Wein, Wandern und Pilzen oder mit einem Picknick. Daniel Thiel, Leiter der Tourist-Information in Thalfang, sagt: „Solche Events gab es schon, sie kamen sehr gut an und sollen in diesem Jahr intensiviert werden.“ Stattfinden sollen auch wieder der Erbeskopf-Marathon im Juli und der Kunsthandwerkermarkt. „Wie es bei den kleineren Dorffesten weitergeht, muss man sehen“, sagt Daniel Thiel.

In Manderscheid ist das Thema Wandern, ebenfalls ein sehr wichtiges, gerade nachdem der VulkaMaar-Pfad rund um Manderscheid und Meerfeld, im vergangenen Jahr mit dem Titel „Deutschlands schönster Wanderweg“ ausgezeichnet wurde. Valerie Schneider, Presse und Marketing Gesundland Vulkaneifel: „Die Nachfrage nach dem Weg wird also anhalten und es werden viele Wanderer rund um Manderscheid unterwegs sein.“

Nach dem Hochwasser im Juli des vergangenen Jahres sind inzwischen wieder alle Brücken intakt, so dass keine Wanderwege mehr verlegt werden müssen.“ Weiter sagt sie: „Wir hoffen, dass die Corona-Pandemie 2022 den Tourismus nicht mehr so stark beeinflussen wird, damit große und beliebte Veranstaltungen wie beispielsweise das Burgenfest, nach zwei Jahren wieder stattfinden können.“

In Wittlich werden sich städtische Gremien, Gastronomen, Hoteliers, das Stadtmarkting und Interessierte ein integratives Tourismuskonzept für die Stadt Wittlich erarbeiten. Rainer Stöckicht, Sprecher der Stadt Wittlich: „Wir sehen ein hohes touristisches Potential mit unserer wunderschönen Stadt in allerbester Lage.“ Konkret umsetzen will man eine Radgarage, in der Räder, die bei der Tourist-Information angeboten werden, aber auch private, sicher untergestellt werden können.