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Mosel: Weinkönigin Marie Jostock sucht Nachfolgerin

Im Herbst wird die neue Gebietsweinkönigin gewählt : In diesem Jahr heißt es wieder: Moselweinkönigin gesucht!

Trotz Pandemie sucht die Moselwein e.V. wieder eine Gebietsweinkönigin. Bis 31. Mai können sich junge Frauen bewerben. Der TV sprach mit der noch amtierenden Gebietsweinkönigin Marie Jostock über ihre Erfahrungen als Weinkönigin in Zeiten von Corona.

Das hätte Marie Jostock nicht gedacht, als sie im Herbst 2019 zur Mosel-Weinkönigin gewählt wurde: Keine großen Feste, keine Weinproben, kaum öffentliche Auftritte – stattdessen monatelanger Lockdown in Deutschland wegen der Corona-Pandemie. Ihre Amtszeit wurde deshalb 2020 um ein Jahr verlängert – und sie lernte rasch, die Krise auch als Mosel-Weinkönigin zu meistern. „Ich konnte viele Termine online wahrnehmen und hatte auch viele Video-Auftritte, was sehr spannend war,“ sagt Marie Jostock. Außerdem habe sie durch die Pandemie viele Erfahrungen in den sozialen Medien gemacht. Normalweise absolviert die Mosel-Weinkönigin in ihrer einjährigen Amtszeit bis zu 200 Termine.

In diesem Jahr wird sie die Krone an eine Nachfolgerin abgeben, denn der Moselwein e.V. hat unlängst angekündigt, in diesem Jahr wieder eine Mosel-Weinkönigin zu wählen und zu krönen. Ab sofort können sich junge Frauen bewerben.

Eine weitere Verlängerung der Amtszeit sei nicht geplant, sagt Christa Borne von Moselwein e.V. Für Marie Jostock ist die Arbeit als Wein-Repräsentantin damit aber nicht vorbei. Sie soll im Herbst das Weinanbaugebiet Mosel bei der Wahl der Deutschen Weinkönigin vertreten, womit sie ihr Versprechen von 2019, als sie das Amt der Mosel-Weinkönigin antrat, wahr macht. Daher ist für Freitag, 10. September, die Wahl und Krönung ihrer Nachfolgerin geplant. Unter welchen Umständen das stattfindet, steht noch nicht genau fest, das hänge von der Entwicklung der Pandemie ab, sagt Borne. Sollte die Impfkampagne wirken und die Inzidenzwerte bis dahin gesunken sein, sei aber eine größere Veranstaltung durchaus denkbar. „Wir hoffen, dass im September die Ausrichtung einer Wahlveranstaltung mit Gästen und spätestens ab dem kommenden Jahr der Einsatz der Mosel-Repräsentantinnen bei Messen und Veranstaltungen wieder möglich sein werden“, so Ansgar Schmitz, Geschäftsführer der Mosel-Weinwerbung.

Marie Jostock ist um ihre Erfahrungen als Wein-Repräsentatin froh: „Ich kann das jeder jungen Frau nur empfehlen. Man bekommt so viel Input und Eindrücke, die man sonst im Leben nicht erhält. Ich hätte liebend gerne noch weiter gemacht. Das tolle ist, dass heute vieles übers Internet funktioniert, auch Online-Weinproben. Ich kann den Bewerberinnen nur empfehlen sich in Social Media zu üben. Bilder und Geschichten posten, das ist von Vorteil!“

Ob sie sich auch in ferner Zukunft mal einen Mosel-Weinkönig vorstellen könnte? „Ein Mann? Als Weinkönig? Das fände ich cool! Das können wir doch als weltoffene Gesellschaft vertragen!“ Sie räumt allerdings ein, dass das Reglement männliche Bewerber nicht vorsieht. Zumindest derzeit – noch – nicht.