Moselregatta: Das Schönste für Ruderer - Wieder mehr Teilnehmer in Bernkastel-Kues

Moselregatta: Das Schönste für Ruderer - Wieder mehr Teilnehmer in Bernkastel-Kues

1100 Ruderer, 245 Boote, auf der Mosel und auch am Ufer wurde es am Samstag eng. Die Ruder-Regatta um den Moselpokal brachte eine rekordverdächtige Menge an Teilnehmern und Zuschauern nach Bernkastel-Kues.

Thomas Ruf steht am Moselufer, schaut, wie ein Ruderboot nach dem anderen auf die vier Kilometer lange Wettkampfstrecke geht oder zurück kommt und ist zufrieden. "Es war gut, dass wir am Freitagabend noch bis nach elf Uhr am Sattelplatz waren", sagt der Zweite Vorsitzende des Bernkasteler Rudervereins. So habe man auch die Bootsanhänger der spät anreisenden Vereine auf dem Parkplatz zwischen Thanisch Spitz und Minigolfplatz entsprechend eng einweisen können.

"Das war nötig bei zehn Prozent mehr Booten", sagt Ruf, der sich mit Marlene Schömann-Finck von der Zeltinger Rudergesellschaft die Leitung bei der größten Ruderregatta auf der Mosel teilt. Auf knapp 200 Meter Länge liegen die schnittigen Boote auf ihren Hängern oder den speziellen Böcken dicht an dicht. 245 sind für die 67. Auflage der Moselpokal-Regatta gemeldet. Viel mehr geht kaum.

Die Beliebtheit der Veranstaltung lässt aber einen weiteren Teilnehmerzuwachs erahnen. 1100 Ruderer aus ganz Deutschland und fünf weiteren Nationen, vor allem aus Belgien und den Niederlanden zählt Schömann-Finck auf. Erstmals seit langer Zeit ist auch ein französischer Verein dabei. "Im vergangenen Jahr hat sich einer von denen die Veranstaltung angeschaut. Jetzt sind sie gleich mit acht Booten gekommen", erzählt Ruf.

"Von der Regattastrecke ist das hier das Schönste, was man kennt", erklärt Julian Titze, was die Wassersportler nach Bernkastel-Kues lockt. Der 20-jährige sitzt wie Hunderte anderer Sportler und Zuschauer mit drei Vereinskameraden aus Ulm an der Uferböschung. Sie diskutieren, ob sie am Sonntagmorgen noch zur Ruine der Burg Landshut, an der sie eben noch vorbeigerudert sind, wandern sollen. Andere Wettkämpfer wollen am Tag nach den Rennen die Mosellandschaft noch bei einer lockeren Ruderausfahrt genießen.

"Wichtig ist natürlich auch die Party!", ergänzt Titzes ein Jahr jüngerer Vereinskamerad Mahini Fatahi, der bereits zum dritten Mal dabei ist, dass zum Saisonende der Sport nicht allein im Mittelpunkt steht. Bei Live-Musik wird nach der Siegerehrung im Regattazelt bis in die Nacht gefeiert. Die jungen Leute übernachten danach in einer Sporthalle.
"Es lässt sich schlafen. Ich habe besser geschlafen, als letztes Jahr", sagt Christopher Hanne (21) mit ironischem Unterton. Man müsse halt früh genug da sein, um eine der Weichbodenmatten zu ergattern, wirft Janis Köster (24) lachend ein. Wer von den Ruderern bequemer nächtigen will, muss entweder bereits früh gebucht haben oder weit fahren. Quartiere in Eifel und Hunsrück sind keine Seltenheit.Mehr zum Thema

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