Tourismus: Moselregion Traben-Trarbach Kröv - Erst nach der Wahl kommt die Werbung

Tourismus : Moselregion Traben-Trarbach Kröv - Erst nach der Wahl kommt die Werbung

Der Tourismuszweckverband Moselregion Traben-Trarbach Kröv möchte ein neues Marketingkonzept erstellen. Die Kommunalwahl im Mai könnte das Projekt verzögern.

Am besten soll alles aus einer Hand kommen. Der Tourismuszweckverband Moselregion Traben-Trarbach Kröv will ein neues Marketingkonzept erstellen. Dieses Konzept soll auf einem Zielkonzept aufbauen. Und nach Möglichkeit sollen die beiden Konzepte von einem Büro erstellt werden. Das sagte Traben-Trarbachs Bürgermeister Marcus Heintel in der zurückliegenden Verbandssitzung. Allerdings, so Heintel, werde man die beiden Konzepte in zwei Lose aufteilen, um im Zweifel nicht an ein Büro – vier stehen zur Auswahl – gebunden zu sein.

Im September könnte das Marketingkonzept dann vorliegen, jetzt soll mit dem Zielkonzept begonnen werden, so Heintel. Bei der Umsetzung könnte die Kommunalwahl im Mai den Traben-Trarbachern allerdings einen Strich durch die Rechnung machen: „Wir wollen jetzt einsteigen, aber es wird sehr schwierig, vor der Kommunalwahl noch einmal zu tagen“, sagte Heintel. Und danach werde es eng, weil sich die Räte erst einmal konstituieren müssten, eventuell kommen Stichwahlen der Ortsbürgermeister, die Mitglied sind im Zweckverband, hinzu (Termin: 16. Juni). Und dann sind auch schon Sommerferien. Und während der Sommerferien, die Anfang Juli starten, dürfen nach der Vorgabe des Landes keine konstituierenden Sitzungen sein.

Deshalb schlug Heintel vor, die Rechte an ihn als Bürgermeister der Verbandsgemeinde zu übertragen, um den Zeitplan nicht zu gefährden und das Marketingkonzept noch in diesem Jahr in trockenen Tüchern zu haben.

Dieser Vorschlag stieß bei vielen Mitgliedern auf Zustimmung, jedoch nicht bei allen. Von „Bauchweh“ war die Rede, weil „grundlegende Dinge“ ohne Zweckverbandsversammlung entschieden würden. Und davon, dass Ziele formuliert würden, auf die der Verband keinen Einfluss habe. Heintel erwiderte, das man die Problematik durchaus gesehen habe, aber ansonsten ein halbes Jahr verloren ginge. Und auch Frank Koch, Büroleiter der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach, sagte, dass man eine Lücke von drei bis vier Monaten habe, in der man nicht handlungsfähig sei und dass es schade sei, die Zeit nicht zu nutzen.

Schließlich einigte sich der Zweckverband einstimmig darauf, auf jeden Fall noch einmal vor dem 31. Mai zu einer Sitzung in der aktuellen Konstellation zusammenzukommen. Darin soll die Agentur einen Zwischenstand ihrer Arbeit oder, falls es vorliegen sollte, das Zielkonzept präsentieren, um die Verbandsmitglieder auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen.

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