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Moseltherme in Traben-Trarbach öffnet am Montag wiederS

Freizeit : Die Freude ist groß: Die Moseltherme ist ab Montag wieder geöffnet

Das Traben-Trarbacher Bad und die Sauna werden im Dezember 25 Jahre alt. In den vergangenen Monaten war beides wegen Corona geschlossen.

Für eine Touristen-Hochburg wie die Jugendstilstadt ist die Moseltherme ein wichtiges Angebot. Die Verbandsgemeinde (VG) Traben-Trarbach, Träger von Bad und Sauna und seit 2014 auch des Freibades Kröver Reich, hat aber ebenso ihre Bürger und Besucher aus der Region im Blick. Denn das Einzugsgebiet der am Montag, 12. Oktober, wieder öffnenden Moseltherme (Info) ist groß.

Das gilt ähnlich für die Sauna, die aber coronabedingt weiterhin geschlossen bleibt. Sie könnte zeitgleich nur von bis zu 15 Personen genutzt werden, was nicht wirtschaftlich wäre. Ebenfalls vorerst gesperrt bleiben das Kinderplanschbecken, das maximal zwei Kinder nutzen dürften, und der Whirlpool für höchstens eine Person.

Laut Jens Burch, Stellvertretender Leiter der Verbandsgemeindewerke, führt die Moseltherme Menschen aus einem Umkreis von etwa 50 Kilometern regelmäßig nach Traben-Trarbach. Darunter Stammgäste aus Luxemburg wie aus dem Hunsrück, der mit dem Raum Idar-Oberstein besonders stark vertreten sei. Denn rings um die Stadt gibt es nur wenige Hallenbäder. Und die vor 25 Jahren, im Dezember 1995, eröffnete Moseltherme ist ein attraktives Haus, in das auch regelmäßig investiert wird.

So wurde etwa die coronabedingte Schließung des Hauses ab dem 16. März für Neuerungen im Eingangsbereich genutzt. Bodenbelag und Theke sind in einheitlicher Optik modernisiert, Eingangs-Drehkreuz und Kassensystem sind erneuert und die Wände frisch gestrichen. Alles in allem flossen an die 120 000 Euro in die Moseltherme – allein in den vergangenen Monaten.

Denn auch in den Vorjahren wurde konsequent investiert: 2019 im Thermenbad, wo die Decke nach energetischen Gesichtspunkten gedämmt und die Theke der Cafeteria modernisiert wurde, 2018 in die Renovierung von Duschen und Sanitärräumen. Die Moseltherme sei ständig im Wandel, nennt Burch auch gleich die Begründung: „Wenn man stehen bleibt, ist das ein Rückschritt.“

Badegäste konnten in der Zeit ins beheizte Freibad in Kröv ausweichen, das unterstützt von Moselthermen-Mitarbeitern offenhielt. Denn die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften, die eine Verbreitung von Coronaviren verhindern sollen, erfordern mehr Personal.

Mit dem Ende der Freibadsaison wechseln die Mitarbeiter wieder zur Moseltherme. Insgesamt beschäftigt die VG im Bäderbereich etwa 25 Voll- und Teilzeitkräfte, einschließlich eigener Mitarbeiter für Reinigung und Technik. Betriebsleiter Daniel Schön räumt ein, dass die Startbedingungen in Corona-Zeiten zwar nicht die optimalsten seien: „Aber wir sind natürlich froh, dass die Moseltherme wieder aufmacht.“

Ebenfalls freuen dürften sich leidenschaftliche Schwimmer und Badegäste, die selbst bei heißen Temperaturen lieber ins Hallen- als ins Freibad gehen. Dass sie die Moseltherme vermisst haben dürften, lassen die erfreulichen Besucherzahlen in Vor-Corona-Zeiten erahnen. So dürfen laut Burch nach dem behördlich genehmigten aktuellen Gesundheitskonzept zwar nur maximal 170 Personen gleichzeitig im Bad sein. Doch zuvor hätten sich in Spitzenzeiten nicht selten um die 800 Personen zur gleichen Zeit in Bad und Sauna aufgehalten.

Die jährlichen Besucherzahlen liegen laut Burch bei um die 120 000 Bade- und Saunagästen. Und das seit Jahren „ziemlich gleichbleibend“. Die positive Entwicklung ließen schon Zahlen der ersten Jahre erwarten. 1996 wurden rund 87 000 Gäste gezählt, 1999 bereits rund 103 000.