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Motorradwallfahrt in Klausen findet zum 25. Mal statt

Wallfahrt : 270 Liter Weihwasser zum Jubiläum: Rund 1000 Menschen kommen nach Klausen, um sich segnen zu lassen

Seit einem Vierteljahrhundert gibt es die Motorradwallfahrt Klausen. Noch immer kommen rund 1000 Zweiradbegeisterte und lassen sich segnen.

Als die erste Motorradwallfahrt 1996 ins Leben gerufen wurde, hatte kaum jemand mit einem so durchschlagenden Erfolg gerechnet.

Von 250 Motorrädern waren die Veranstalter vor einem Vierteljahrhundert ausgegangen, und es kamen 1000 Biker. Doch zur größten Klausener Wallfahrt im Ort waren am jeweils letzten Sonntag im April schon bis zu 5000 Biker vor Ort.

Im vergangenen Jahr konnte Wallfahrtsdirektor und Pater Albert Seul 1350 Motorräder samt Fahrer begrüßen. In diesem Jahr waren es 1042. Reiner Lex, einer der Gründungsmitglieder der Wallfahrt, und natürlich mit Motorrad dabei, sagt: „Unser Grundgedanke der Motorradwallfahrt ist beibehalten worden. Es sind inzwischen andere Organisatoren, andere Geistliche, aber die Idee ist geblieben.“ 

Wichtig war den Organisatoren der Anfangsjahre um Gaby Lex und Pater Heinz-Josef Babiel, dass es keine reine Segnung und kein Motorradtreffen sein sollte, sondern wirklich eine Wallfahrt. Es gibt in der Kirche auch einen Kerzenständer mit Motorradmotiv, der extra für diese Wallfahrt angefertigt worden ist. Auch in diesem Jahr wurde wieder eine Kerze gestiftet und gesegnet. Pater Heinz-Josef Babiel, der inzwischen verstorben ist, hatte berichtet: „Wenn ein Motorradfahrer verunglückt, wird häufig in Klausen angerufen und diese spezielle Wallfahrtskerze für ihn entzündet.“

Aus der näheren Umgebung, aber auch aus Luxemburg, Belgien, dem Ruhrgebiet, dem Saarland und dem Eifel-Mosel Raum sind immer Motorradfahrer zu Gast. Das ist auch in diesem Jahr so gewesen. Aus Bergisch Gladbach, Ludwighafen, St. Wendel oder Cochem waren beispielsweise Motorräder da. Anders als in den Jahren vorher waren keine Zweiräder im Park. Dafür standen zwei Motorräder in der Kirche, der Musiker Joe Casel spielte unter anderem Leonard Cohens „Halleluja“. Der Pater legte den Bikern in seiner Predigt ans Herz, das Gleichgewicht zwischen Freiheit und Gesetzestreue zu halten. Bei der Segnung wurde wieder einmal nicht gespart. 270 Liter Weihwasser verteilte der Dominikanerpater an gutgelaunte Motorradfahrer, die sich entspannt segnen ließen.